Kreisverwaltung Wetterau

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Breitbandausbau:20 Kommunen treten Beteiligungsgesellschaft bei

Gruppe von Bürgermeistern

20 von 25 Städten und Gemeinden sind der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau beigetreten

20 Wetterauer Städte und Gemeinden sind der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau GmbH beigetreten. "Damit ist der flächendeckende Breitbandausbau einen wichtigen Schritt vorangekommen", stellte Landrat Joachim Arnold fest. Jetzt fand ein Treffen statt, in dem auch alle neu hinzugekommenen Gesellschafter vertreten waren. 

"Unser Ziel bleibt, möglichst noch in diesem Jahr mit dem Ausbau zu beginnen und bis Ende 2017 auf dem Gebiet der teilnehmenden Kommunen zuverlässige Übertragungsgeschwindigkeiten von zunächst mindestens 50 MBit pro Sekunde bis zu den Verteilerpunkten zu erreichen."  

Im Dezember hatte der Wetteraukreis als zunächst alleiniger Gesellschafter die Beteiligungsgesellschaft gegründet. Zuvor waren die Städte und Gemeinden über die geplante Strategie beim Breitbandausbau informiert worden. Mit Ausnahme der Städte Bad Vilbel, Bad Nauheim, Karben und Rosbach sowie der Gemeinde Altenstadt, die bereits über einen guten Ausbauzustand verfügen und große Telekommunikationsunternehmen den weiteren Ausbau offenbar weiterbefördern wollen, haben alle Wetterauer Kommunen den vom Kreis angebotenen Weg eingeschlagen. Gemeinsam mit dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) und den Kommunen im Vogelsbergkreis werden nun in der eigens gegründeten Breitbandinfrastrukturgesellschaft Oberhessen (BIGO) die nächsten grundlegenden Weichenstellungen getätigt.  

"Schon seit Jahresbeginn haben die Verantwortlichen in den Kreisen Wetterau und   Vogelberg sowie beim ZOV die notwendigen Vorarbeiten für eine Ausschreibung begonnen. Diese gehen nun in die entscheidende Phase. Zum Jahresende soll allen Beteiligten klar sein, wie und mit welchen Partnern wir den notwendigen Breitbandausbau bewerkstelligen. Auch sind mögliche Zuschüsse von EU; Bund und Land zu prüfen. Angestrebt wird der Ausbaubeginn noch in diesem Jahr, spätestens zu Beginn des nächsten Jahres", fasst Landrat Arnold den engen Zeitplan zusammen und ergänzt: "Wichtig ist, dass alle beteiligten Städte und Gemeinden in die Entscheidungsprozesse eingebunden und insbesondere über die finanzielle Dimension informiert sind."  

Dies wird über regelmäßige Gesellschafterversammlungen und über einen eigenen Beirat der BIGO erreicht, in den Vertreter der Kommunen entsandt werden. Aus der Wetterau sind dies die Bürgermeister Michael Keller (Friedberg), Jörg Wetzstein (Ober-Mörlen) und Erich Spamer (Büdingen) sowie Niddas Erster Stadtrat Reimund Becker.  

Eine wichtige Grundsatzentscheidung ist zwischen dem so genannten Mietmodell und einem Zuschussmodell zu treffen. Beim Mietmodell wird die BIGO das Netz selbst bauen und dann an Telekommunikationsunternehmen vermieten. Beim Zuschussmodell baut ein externer Partner, der dann von den Städten und Gemeinden einen Zuschuss erwarten wird, wenn entsprechend der Intention des Projekts das Gemeindegebiet lückenlos erschlossen werden soll.  

"Es ist das ausdrückliche Ziel von Kreis, Städten und Gemeinden, dass keine Wohn- und Gewerbegebiete unberücksichtigt bleiben. Eine ausreichende Breitbandverbindung ist heute Aufgabe kommunaler Daseinsvorsorge und Grundvoraussetzung für den Erhalt und Ausbau von Gewerbe auch in ländlichen Regionen", stellt Landrat Arnold mit Nachdruck fest.  

An der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau haben die beigetretenen Städte und Gemeinden einen Anteil von 63,39 Prozent. Der Wetteraukreis hält 36,61 Prozent. An der Infrastrukturgesellschaft ist die Beteiligungsgesellschaft des Wetteraukreises mit 30Prozent beteiligt, der Rest verteilt sich auf den ZOV mit 51 Prozent und die Beteiligungsgesellschaft des Vogelsbergkreises mit 19 Prozent.

veröffentlicht am: 17.04.2014

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