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Heuson-Museum macht Büdinger Stadtgeschichte lebendig

Uta Pfeifer, Jugendamtsleiterin der Stadt Büdingen, Petra Lehmann-Stoll, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Heuson-Museum, Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch und erste Stadträtin von Büdingen, Henrike Strauch.

Seit 1971 befindet sich das Heuson-Museum im Historischen Rathaus von Büdingen, einem 1458 im spätgotischen Stil errichteten Gebäude. Getragen wird das Heuson-Museum vom Geschichtsverein. Stephanie Becker-Bösch nutzte die Gelegenheit bei einem Besuch der früheren Kreisstadt des Altkreises Büdingen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Das zu den ältesten Steinhäusern Büdingens zählende Gebäude war über Jahrhunderte Mittelpunkt der bürgerlichen Gemeinde. Im Erdgeschoss wurden an Markttagen Waren verkauft. Das erste Obergeschoss war Sitzungssaal, später Gerichtssaal und das dazugehörende Gefängnis befand sich im zweiten Obergeschoss.

Heute beheimatet der spätgotische Bau die Exponate zur Stadtgeschichte, zur Archäologie und zur alten Handwerkskunst.

In kaum einem anderen Landesteil wütete die Hexenverfolgung so wie in Büdingen. Zwischen 1532 und 1700 wurden 670 Menschen hingerichtet, dabei hatte Büdingen Mitte des 17. Jahrhunderts gerade 900 Einwohner, die Hälfte davon Kinder. Die aktuelle Sonderausstellung „Hexenwahn und Teufelsglaube“ ist noch bis zum 19. November 2017 im Museum zu sehen.

„Es ist beeindruckend, mit welcher Hingabe der Geschichtsverein Büdingen das Heuson-Museum betreibt. Hier wird anschaulich dargestellt, wie das Leben früher einmal war. Die Informationen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums sehr interessant weitergegeben, gerade auch für Kinder und Jugendliche ist ein Besuch zu empfehlen. Die aktuelle Ausstellung zum Hexenwahn und Teufelsglauben hat mich sehr berührt. Ausgrenzung, Ablehnung Andersdenkender, Denunziation bis hin zu Verfolgung und Folter sind leider nach wie vor Praxis in vielen Ländern. Es sollte uns allen zu denken geben, dass die Menschheit schon seit so vielen Jahrhunderten so wenig dazu gelernt hat“, verabschiedet sich Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

veröffentlicht am: 11.10.2017

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