Kreisverwaltung Wetterau

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Klimaschutzbericht - Weniger Energie in größeren Gebäuden

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler (Bildmitte) mit den beiden für Klimaschutz zuständigen Mitarbeitern Stefanie Voß und Jens Dölling auf dem Dach des Anbaus der Friedberger Augustinerschule

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jan Weckler hat den zehnten Öffnet externen Link in neuem FensterKlimaschutzbericht für den Wetteraukreis präsentiert. Trotz erheblicher Flächenvermehrung ist der Energieverbrauch im Vergleich zum Jahr 1990 deutlich gesunken.

In dem 50-seitigen Papier werden alle gebäuderelevanten Verbräuche und deren Kosten für das Jahr 2016 im Vergleich zu den Jahren 1990 und 2015 dargestellt. Berücksichtigt wurden 2.000 verschiedene Kennzahlen aus 88 Schulen, sieben Verwaltungsliegenschaften und neun Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge.

Fazit

Gegenüber 1990 gab es einen erheblichen Flächenzuwachs trotz Standortaufgaben und Teilabrissen in Schulen von 25 Prozent. Zudem ist die Nutzung der Schulen, etwa durch Mensen und Ganztagsschulen, erheblich gestiegen. Auch der Ausbau der IT-Landschaft in Schule und Verwaltung hat erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch. Dennoch ist der Energieverbrauch im Vergleich zum Jahr 1990 erheblich gesunken. Noch stärker sank der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Größte Energieverbraucher des Kreises sind die 88 Schulen, und hier hat sich seit dem Jahr 1990 Gravierendes verändert. Trotz geringerer Schülerzahlen, Standortaufgaben und Teilabrissen nahm die Fläche zwischen 1990 und 2016 von 325.000 Quadratmeter auf 406.000 Quadratmeter zu. Mittlerweile bieten 56 Mensen mit Küchen bzw. Betreuungsküchen den Schülerinnen und Schülern ein warmes Mittagessen an. Die Zahl der Ganztagsschulen stieg von null auf 65 und die Zahl der PCs von rund 100 im Jahr 1990 auf mittlerweile mehr als 6.000. Die Menge der zu beheizenden Räume hat genauso zugenommen wie die Zahl der elektrischen Geräte.

Dämmungen und Effizienzsteigerungen wirken

Beim Wärmeverbrauch haben sich Energieeinsparungen, Dämmungen und Effizienzsteigerungen am deutlichsten ausgewirkt. So ging der Wärmeenergieverbrauch von 64.500 Megawattstunden im Jahr 1990 auf 41.300 Megawattstunden im Jahr 2016 (minus 36 Prozent) zurück. Bezogen auf den Quadratmeter Energieverbrauch hat sich dieser fast halbiert, von 198 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr 1990 auf 102 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr 2016.

Große Veränderungen gab es auch bei den Energieträgern. So wird mittlerweile ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs aus Holz und Biogas gewonnen, während der Verbrauch von Öl als Energieträger um 62 Prozent und von Gas um 44 Prozent gesunken sind.

Gemeinschaftsunterkünfte verursachen höhere Energiekosten

Die Tendenz sinkenden Energieverbrauchs wurde im Jahr 2016 vor allem durch die Einrichtung zweier neuer Gemeinschaftsunterkünfte unterbrochen. „Da hier Menschen 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr leben, ist der Energieverbrauch natürlich wesentlich höher als in nur teilweise genutzten Schul- oder Verwaltungsräumen. Hier haben wir einen durchschnittlichen Energieverbrauch von rund 225 Kilowattstunden pro Quadratmeter“, so Schuldezernent Weckler.

veröffentlicht am: 12.01.2018

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