Kreisverwaltung Wetterau

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Libellen, Amphibien und Pfeifengraswiesen

Von links: Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, Anne Eva Heinrich, Untere Naturschutzbehörde, Dr. Burkard Olberts, Geschäftsführer des Naturschutzfonds, Landrat Joachim Arnold.

Alle zwei Jahre erscheint der Wetterauer Naturschutzbericht. „Mit ihm bieten wir allen Akteuren im Naturschutz ein Forum für ihre Projekte“, sagt Arnold, Vorsitzender des Wetterauer Naturschutzfonds. Der nunmehr zehnte, reich bebilderte Bericht ist mehr als einhundert Seiten dick, umfasst 70 Einzelbeiträge und stellt nachahmenswerte Beispiele aus dem Natur- und Artenschutz vor.

Die Beiträge decken verschiedene Themen ab. Breiten Raum nehmen die Artenvielfalt, der Arten- und Vogelschutz ein. Es geht um Libellen, seltene Wiesenarten, Haselmäuse, Mehlschwalben, Gartenrotschwänze, Insekten, Bodenbrüter, Niederwild, Blühstreifen für Rebhuhn und Wildinsekten oder die Wiederansiedlung der Gersten-Segge, einer Pflanze, die in Deutschland nur in vier Bundesländern vorkommt und in Hessen nur im Wetteraukreis. „Mit Blick auf die vielfältige Wetterauer Kulturlandschaft liegt uns der Artenschutz sehr am Herzen“, sagt Landrat Arnold zu dieser Themenfülle. Gegenüber diesem Schwerpunkt tritt die Gewässerrenaturierungen in der Berichterstattung etwas in den Hintergrund, denn dazu wurde bereits viel geleistet, so dass die Zahl solcher Projekte geringer ausfällt.

Weitere Themen sind Feuchtbiotope, Tümpel, Amphibienschutz, Streuobst, Beweidung und Landschaftspflege. Drei Beiträge widmen sich der Wiederherstellung von Lebensraum, so wurde zum Beispiel in Altenstadt-Höchst ein Acker in eine Pfeifengraswiese umgewandelt. Pfeifengraswiesen gehören zu den artenreichsten Grünflächen-Lebensräumen in Deutschland. Sie werden nicht gedüngt, landwirtschaftlich nur extensiv genutzt und nicht oft gemäht. Ideale Bedingungen für viele anspruchsvolle Blütenpflanzen um zu blühen und Samen zu entwickeln.

„Wenn man die zehn bisher erschienen Berichte zusammennimmt, hat man eine fast lückenlose Dokumentation des Naturschutzgeschehens im Wetteraukreis in der Hand“, sagt Landrat Joachim Arnold. „Es ist schon erstaunlich, was seit 2001 alles erfolgreich umgesetzt wurde, um unsere Natur zu erhalten und zu entwickeln.“ Die redaktionelle Bearbeitung des Berichts lag auch dieses Mal in den Händen von Anne Eva Heinrich, Untere Naturschutzbehörde, und Dr. Burkhard Olberts, Naturschutzfonds Wetterau e.V. Den Naturschutzbericht gibt es als Öffnet externen Link in neuem FensterDownload, auf Nachfrage können beim Naturschutzfonds Wetterau und bei der Unteren Naturschutzbehörde auch einzelne gedruckte Exemplare abgeholt werden.

veröffentlicht am: 07.12.2017

Gesundheitsausweis: keine Sprechtage am 20./21. 12.

Am Mittwoch, den 20.12.2017 und am Donnerstag, den  21.12.2017 finden keine Sprechtage zum Gesundheitsausweis statt.

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