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Marder richten Millionenschaden an

Jan Weckler lässt sich von Schulhausmeister Daniel Zaremba die von Mardern verursachten Schäden zeigen. Mit einer Holzverschalung soll das Dach dauerhaft gegen Marder abgedichtet werden.

Für Autofahrer sind sie ein bekanntes Problem: Marder, die im Motorraum Kabel anfressen. Noch schlimmer kann es aber Hausbesitzer treffen, dann nämlich, wenn sich die Marder in den Dachstühlen breitgemacht haben. Genau das ist mit gravierenden Folgen in der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim passiert.

Seit einigen Jahren schon beobachtet Hausmeister Daniel Zaremba die Mardertätigkeit in der Schule. Verschiedene Sanierungsmaßnahmen und der Versuch der Vergrämung, nichts hat geholfen. Bei der letzten Begehung wurde das ganze Ausmaß der Schäden deutlich. Es muss wohl eine ganze Marderfamilie gewesen sein, die erhebliche Schäden in drei Zeltdächern des Gymnasiums verursacht hat.

Die Dachisolierung ist durchlöchert, Folien sind angefressen, die Isolation ist schadhaft, Wasser kann eindringen. Hinzu kommt der von Kot und Urin verursachte Gestank. Um das Problem dauerhaft anzugehen, werden umfangreiche Dacharbeiten vorgenommen. Nach Austausch von Wärmedämmung, Dampfsperre, Unterdecke und Unterkonstruktion wird mit Hilfe von dicken Holzbrettern das Eindringen der Marder in das Dach künftig verhindert.

„Wir gehen von Kosten in Höhe von fast einer Million Euro für die Dachsanierung aus. Das ist wirklich bitter, weil damit kein Mehrwert für die Schule entsteht. Die Planer haben uns aber versichert, dass das Marderproblem nur auf diese Weise dauerhaft zu lösen ist. Wir haben jedenfalls der Marderfamilie gekündigt. Sie muss sich künftig eine neue Behausung suchen“, so der Wetterauer Schuldezernent.

veröffentlicht am: 13.07.2017

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