Künstlerisch gestaltete Urkunde für Kulturpreis-träger Gerhard Burk

Künstlerisch gestaltete Urkunde für Kulturpreisträger Gerhard Burk

Künstlerisch gestaltete Urkunde für Kulturpreisträger Gerhard Burk


Gut acht Jahre nach der erfolgten Verleihung des Wetterauer Kulturpreises erhielt der Bad Nauheimer Bildhauer Gerhard Burk aus den Händen von Landrat Rolf Gnadl eine künstlerisch gestaltete Urkunde. Der Grund: Nachdem die Preisträgerinnen und Preisträger bis vor kurzem nur nüchterne, am Computer gestaltete Urkunden überreicht bekamen, erhalten die zu Ehrenden nun eine von heimischen Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Urkunde. Der Landrat hatte zudem festgelegt, dass auch die Preisträgerinnen und Preisträger früherer Jahre ein entsprechendes Unikat erhalten sollen.


Urkunde Burk04

Die neu gestaltete Urkunde

Ein schlechtes Gewissen habe ihn getrieben, gab Landrat Rolf Gnadl zu, der es nicht angemessen hielt, dass die Trägerinnen und Träger des Wetterauer Kulturpreises mit einer im Computer gefertigten Urkunde für ihr Wirken geehrt werden. Somit kamen im vergangenen Jahr nun Kulturpreisträger, Künstler und die Jury für den Kulturpreis zu einem kleinen Fest zusammen, um die Übergabe der Urkunden zu feiern. Gerhard Burk, Preisträger im Jahr 1999, war seinerzeit beruflich verhindert, so dass die Übergabe seiner persönlichen Urkunde nun nachgeholt wurde.

Mit der Erstellung wurde die aus Montenegro stammende und in Stockheim lebende Künstlerin und Kunstdozentin Spasa Milasinovic beauftragt, von der auch einige Werke im Friedberger Kreishaus und in der Verwaltungsstelle Büdingen hängen.

Bei der Übergabe im von Gerhard Burk 1978 begründeten Skulpturenpark unterhalb des Bad Nauheimer Johannisberges informierte der überregional bekannte Künstler über seine Aktivitäten seit der Preisverleihung 1999.

Burk wurde 1946 in Berlin geboren. Er studierte an der Frankfurter Städelschule freie Bildhauerei. Der Bad Nauheimer Skulpturenpark gilt als bundesweit einmaliges Projekt. Sein erklärtes Ziel ist es dabei, interdisziplinär zu arbeiten, den Kontakt und die Auseinandersetzung verschiedener künstlerischer Disziplinen wie Musik, Literatur und bildende Kunst zu fördern. Auf dem Gelände soll Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zur Verfügung zu stellen und Kontakte zwischen Kunstproduzenten und Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Palette seiner Aktivitäten reicht dabei von Einzelausstellungen über die Kunstprojekte mit Beteiligung internationaler Künstler verschiedener Sparten bis hin zu Führungen und Seminaren.

Gerhard Burk ist aus dem kulturellen Leben nicht wegzudenken. Er hat sein Bad Nauheim bei der Frankfurter Kunstmesse vertreten und erst kürzlich zum wiederholten Mal gemeinsam mit der Musikschule Bad Nauheim die Musikperformance „Klangstationen“ auf der historischen Blickachse Bahnhof – Johannisberg bis zum Skulpturenpark veranstaltet.
Auch wirkt er als Dozent an der Unternational Business School, an der er Nachwuchskräften der Wirtschaft die Bedeutung von Kreativität vermittelt.

Neben seinem Gelände am Johannisberg wirkt Gerhard Burk auch in seinem Atelier am Rande des Goldsteinpark. Noch, denn für dieses Domizil hat ihn nun die Kündigung durch die Stadt erreicht. Dies will der Künstler mit allen Mitteln verhindern und hofft auf ein Einsehen bei den Verantwortlichen.
Auch der Landrat sieht die Entscheidungsträger gut beraten, wenn sie sich vor Augen führen, welch bedeutender Künstler unter anderem in ihrer Mitte lebt. „Eine Gemeinde kann sich glücklich schätzen, an dem Wirken von Gerhard Burk teilhaben und profitieren zu können „Schließlich“, so Gnadl, „schöpfen wir aus der Kultur stets Kraft und neue Anregungen.“

Erstellt am: 2007-07-18