Nidda vor Jahrhunderthochwasser schützen
Nidda vor Jahrhunderthochwasser schützen
Die Anwohner der Nidda, insbesondere in der Stadt Nidda, können bald aufatmen. "Wenn die Maßnahmen zum Hochwasserschutz der Oberen Nidda abgeschlossen sind, werden wir einen sicheren und umfassenden Hochwasserschutz für die Großgemeinde sicherstellen können", sagt Oswin Veith, Erster Kreisbeigeordneter und Vorsteher des Wasserverbandes NIDDA.
Hier baut der Wasserverband NIDDA.
Im Mittelpunkt des Hochwasserschutzes der Oberen Nidda steht der Bau eines Rückhaltebeckens im Eichelbachtal. "Hier haben wir die besten Möglichkeiten, durch einen relativ geringen Eingriff in die Natur, ein Maximum an Schutz im Fall eines Hochwassers zu erreichen", erläutert Veith.
Das Hochwasserrückhaltebecken wird 390.000 Kubikmeter Wasser fassen. "Damit können wir ein 100-jährliches Hochwasser des Eichelbaches, eines der wichtigsten und wasserreichsten Zuflüsse der Oberen Nidda, bedeutend abmildern", erklärt Veith. Kleinere, nicht schadbringende, Hochwässer, die regelmäßig alle fünf Jahre entstehen, könnten hingegen ungehindert das Hochwasserrückhaltebecken passieren.
Für den Schutz der Stadt Nidda reicht allerdings das Hochwasserrückhaltebecken noch nicht aus. "Wir werden in der Stadt Nidda selbst ab dem 15. März 2010 den Flutgraben ausbauen und einen Hochwasserschutzwall entlang der Schulen im Bereich ‚Am Heiligen Kreuz’ errichten und damit das Durchleitevermögen erhöhen. Mit einer höheren Kapazität um rund zwei Kubikmeter pro Sekunde werden wir in Nidda dafür sorgen, dass die Menschen bei Hochwasser keine nassen Füße mehr bekommen", ist Veith optimistisch.
Insgesamt investiert der Wasserverband für den Hochwasserschutz an der Oberen Nidda rund 9,3 Millionen Euro. Knapp sechs Millionen Euro beträgt der Landeszuschuss, der Rest wird von den Niddaer Anliegergemeinden über einen langfristigen Kommunalkredit finanziert.




