Erster Kreisbeigeordneter Veith strebt Beitritt der Kreisverwaltung zur „Charta der Vielfalt“ an

Erster Kreisbeigeordneter Veith strebt Beitritt der Kreisverwaltung zur „Charta der Vielfalt“ an

Erster Kreisbeigeordneter Veith strebt Beitritt der Kreisverwaltung zur „Charta der Vielfalt“ an


Seit März 2007 gibt es in Deutschland die "Charta der Vielfalt". Kerngedanke dieser Unternehmerinitiative ist es, die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuerkennen, wertzuschätzen und in die Unternehmenskultur einzubeziehen. Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith strebt an, dass auch der Wetteraukreis der "Charta der Vielfalt" beitritt. "Mit diesem Beschluss des Kreisausschusses wäre der Wetteraukreis der zweite in Hessen, der sich der Initiative anschließt", sagt Veith.  

Unsere moderne Gesellschaft zeigt ein vielfältiges Gesicht, das durch die Globalisierung und den demografischen Wandel noch unterstrichen wird. Diese Vielfalt prägt das wirtschaftliche Leben und bezieht sich nicht nur auf die Themen Migration und Einwanderung. "Migration ist nur ein Baustein unserer gesellschaftlichen Vielfalt", sagt Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith, der diesem Thema zu einem starken Stellenwert in der Verwaltung verhalf und eigens eine Stabsstelle Integration in seinem Dezernat einrichtete. Die "Charta der Vielfalt" geht weiter, wenn sie formuliert: "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität."  

"Wo Menschen aufeinander treffen herrscht Vielfalt, die wir anerkennen, wertschätzen und in unsere Verwaltungskultur einbeziehen wollen", sagt Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith. Es gehe um Toleranz und Fairness, so der Dezernent, Aspekte, die mit Blick auf den demografischen Wandel und den Bedarf an Fachkräften von großer Bedeutung seien. Nicht zuletzt seien auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Wertschätzung erfahren, deutlich motivierter.  

Veith: Fußball gutes Beispiel für gelebte Vielfalt  

"Bestes aktuelles Beispiel für die wachsende Vielfalt unserer Gesellschaft ist die deutsche Nationalelf in Südafrika", sagt Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith und denkt dabei an den türkischstämmigen Fußballer Mesut Özil, der die deutsche Mannschaft im Spiel gegen Ghana ins Achtelfinale schoss. "Nicht nur seine Mannschaftskollegen, sondern auch die Menschen verschiedenster Herkunft in ganz Deutschland haben sich darüber sehr gefreut", ergänzt Veith und erinnert an den Migrationshintergrund, den elf der 23 Spieler im deutschen WM-Kader haben: Söhne von Aussiedlern, Kriegsflüchtlingen, aus Einwandererfamilien und Ehen mit nur einem deutschen Elternteil. "Ihre Vielfalt bereichert die Mannschaft", bringt Veith es auf den Punkt.  

Veith: Wetterau der zweite Kreis in Hessen 

Die "Charta der Vielfalt” ist eine Initiative von Unternehmen, die die Vielfalt in ihren Betrieben fördern wollen. Unterstützt wird sie von Maria Böhmer, Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Wurzeln der Idee liegen in Frankreich, wo inzwischen mehr als 2.250 Firmen die " Charte de la diversité " unterschrieben. Im Dezember 2006 wurde sie in Deutschland von den Unternehmen Daimler, der BP Europa, der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom ins Leben gerufen. Startschuss war der 21. März 2007, als weitere 32 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen der Initiative beitraten. Inzwischen haben mehr als 800 kleine, mittlere und große Unternehmen die Charta bisher unterzeichnet. Von Apotheken und Steuerberatungsbüros bis hin zu großen Unternehmen wie der Deutschen Bank und der Firma Siemens. Auch öffentliche Verwaltungen: In Hessen sind bereits die Städte Frankfurt und Wiesbaden sowie der Landkreis Darmstadt-Dieburg der "Charta der Vielfalt" beigetreten. "Der Wetteraukreis könnte mit gutem Beispiel vorangehen und durch einen Beschluss des Kreisausschusses der zweite in Hessen sein", sagt Veith.


Erstellt am: 2010-07-01