Der WetterAusflug: In Steinfurth wächst die Königin der Blumen millionenfach

Der WetterAusflug: In Steinfurth wächst die Königin der Blumen millionenfach

Der WetterAusflug: In Steinfurth wächst die Königin der Blumen millionenfach


In der Tourismusbranche ist der Terminus "Alleinstellungsmerkmal" eine beliebte Vokabel, um das ganz Besondere des jeweiligen Standortes hervorzuheben. Oftmals wird dann in der werbetypischen Sprache kräftig übertrieben. Anders ist es im Bad Nauheimer Stadtteil Steinfurth. Er kann zu Recht auf ein Alleinstellungsmerkmal verweisen, er beherbergt das weltweit einzige Museum zur Kunst- und Kulturgeschichte der Rose.


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Der Wanderweg auf der Karte

Der Wanderweg auf der Karte

Die Königin der Blumen, wie sie schon die alten Griechen nannten, wird seit mehr als zweitausend Jahren als Zierpflanze gezüchtet. Rosen spielen in der Kulturgeschichte der Menschheit seit jeher eine wichtige Rolle. In Persien gab es schon vor Jahrtausenden Rosengärten. Es wird vermutet, dass dort auch die Rosenölgewinnung ihren Ursprung genommen hat. In China sollen Rosen schon vor fünftausend Jahren gezüchtet worden sein. Konfuzius schreibt von Rosengärten in der Hauptstadt. Auch im antiken Griechenland und dem antiken Rom galt die Rose als Königin der Blumen. Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol der Liebe. Die wirtschaftliche Nutzung der Rosen liegt neben der Verwendung als Zierpflanze und Schnittblume im Rosenöl, das in der Parfumindustrie Verwendung findet, und das bei der Produktion von Rosenöl anfallende Rosenwasser wird zur Herstellung von Marzipan und Lebkuchen genutzt.  

Wir starten am Rosenmuseum in der Alten Schulstraße und gehen ein Stück die Waldgasse hinauf, um nach gut 150 Metern den Feldweg nach rechts und gleich den ersten Weg wieder nach links zu gehen. Einen guten Kilometer wandern wir jetzt geradeaus bis zu einem Wäldchen. Wir gehen noch ein Stück am Waldrand entlang und kommen dann auf einen Betonplattenweg, wo wir uns nach links wenden. Nach wenigen Metern erreichen wir eine geteerte Straße. Wir gehen ein kleines Stück entlang dieser Verbindungsstrasse und wenden uns an der nächsten Möglichkeit nach links.  

500 Meter sind es bis zu einem Wald, der undurchdringlich scheint. Das letzte Stück des Wiesenweges wird nur selten begangen und kann dementsprechend hoch bewachsen sein. Wir gehen nach rechts bis wir an die oben genannten Kreisstraße kommen. Sie ist nur mäßig befahren, deswegen können wir sie, jetzt nach links gehend, ein Stück benutzen. Wo der Wald endet folgen wir links dem Pfad am Waldrand bis wir auf einen Wiesenweg stoßen, der uns in einem mäßigen Winkel nach rechts führt. Wir kommen an Streuobstwiesen vorbei, die nur zum Teil wirklich gut gepflegt sind. Schließlich erreichen wir das Naturschutzgebiet "Wingertsberg", wo sich aufgrund des geologischen Untergrundes besondere Trockenrasen mit bestandsbedrohten Pflanzenarten angesiedelt haben.  

Auf unserem Weg erreichen wir jetzt die Landesstraße, die von Oppershofen nach Steinfurth führt. Wir überqueren die Straße und gehen auf der anderen Seite rechts auf dem Radweg weiter. Jetzt folgen wir erst einmal der Radwegebeschilderung, überqueren die Wetter und kommen schließlich an die Bahnstrecke von Bad Nauheim nach Münzenberg. Die Strecke hat längst schon ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren. Die Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. mit Standort in Bad Nauheim haben sich zum Ziel gesetzt, die Strecke und einige alte Fahrzeuge zu erhalten. Regelmäßig gibt es Dampflok-Sonderfahrten.  

Nach der Bahnüberquerung trennen wir uns vom Radweg und gehen links in Richtung Sportplatz und Friedhof. Den Friedhof lassen wir links liegen und wandern weiter geradeaus und dann in einem leichten Linksknick Richtung Süden. Der Teerweg geht in einen Betonweg und schließlich in einen Wiesenweg über, der uns eine ganze Weile erhalten bleibt. Wir stoßen auf die Bahnlinie, die uns knapp 1,5 Kilometer begleiten wird. Kurz hinter der Kläranlage überqueren wir erneut die Gleise und wenden uns nach 100 Metern nach rechts. Vorbei an einer Feuchtwiese stoßen wir auf die Wetter, die einem der größten Landkreise Hessens seinen Namen gegeben hat.  

Wir überqueren die Wetterbrücke und gehen gleich danach rechts in den "Kirschgarten". An der Sportanlage wenden wir uns nach links und gleich wieder rechts in die Straße "Am Sportfeld". Knapp 500 Meter gehen wir geradeaus und nehmen dann den ersten Weg nach der Bebauung nach links und stoßen bald auf die Kreisstraße 173. Wir folgen ihr auf dem Rad/Fußweg für rund 500 Meter nach rechts und kommen dann an ein Hinweisschild, das auf die Rosenschule Ruf hinweist. Hier überqueren wir die Straße und laufen den Riedgraben entlang bis zur gleichnamigen Gärtnerei, wo es auch Kaffee und Kuchen gibt, mit dem wir uns für die heutigen Anstrengungen belohnen können. Daneben lohnt auch ein Blick in die Rosenzucht, die hier nach Biolandvorgaben erfolgt.  

Schräg gegenüber dem Gärtnereieingang gehen wir jetzt wieder zurück in Richtung Steinfurth. Wir laufen jetzt durch Rosenfelder und erfreuen uns an den betörenden Düften der Königin der Blumen. Wir stoßen schließlich auf eine herrliche Rosenhecke, wo wir uns nach rechts und nach 100 Metern nach links wenden. Jetzt heißt es eigentlich: Immer nur der Nase nach. Einen guten Kilometer müssen wir noch laufen. Zunächst durch den Dorngraben, schließlich in die Södeler Straße, die uns dann direkt bis zum Museum und zu unserem Parkplatz führt.  

Unsere Wanderung krönen wir noch mit dem Besuch des Rosenmuseums und einem Einkauf im Museumsladen.

Öffnungszeiten: 

10 – 17 Uhr Mai -Oktober, 14 -17 Uhr November – April

Sonn- + Feiertag 10 – 17 Uhr, täglich außer Montag

Weglänge: 11,5 Kilometer

Reine Gehzeit: Drei Stunden. 200 Höhemeter, angenehme Wanderung, zum Teil durch hoch bewachsene Graswege.  ´

Unsere Wanderserie macht jetzt Sommerpause. Anfang September geht es weiter.


Erstellt am: 2010-07-01