Neue Gefahrenabwehr-Einheit in Dienst gestellt

Neue Gefahrenabwehr-Einheit in Dienst gestellt

Neue Gefahrenabwehr-Einheit in Dienst gestellt


Am vergangenen Freitag konnte der Katastrophenschutz-Dezernent Ottmar Lich in Altenstadt eine neue Gefahrenabwehr-Einheit in Dienst stellen. Der Malteser Hilfsdienst (MHD) wird die Einheit stellen. Die Spezialeinheit mit der Bezeichnung "Schnelleinsatzgruppe Dekontamination Verletzter" (SEG Dekon V) wird ab sofort zusammen mit dem Gefahrstoff-ABC-Zug des Wetteraukreises alarmiert.


Schnelle Einsatzgruppe

Die "Schnelleinsatzgruppe Dekontamination Verletzter" (SEG Dekon V) wird ab sofort zusammen mit dem Gefahrstoff-ABC-Zug des Wetteraukreises alarmiert.

Rund 30 Männer und Frauen tun Dienst in der neuen Spezialeinheit, allesamt "Rettungsdienstler". Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass Hilfsorganisationen aus der so genannten "weißen Fraktion" solche Sonderaufgaben übernehmen. Viel eher sieht man derartiges bei den Feuerwehren angesiedelt. Im Wetteraukreis tragen die Freiwilligen Feuerwehren aus Friedberg und Büdingen gemeinsam den Gefahrstoff-ABC-Zug (GABC-Z), eine Sondereinheit des Katastrophenschutzes. Hier sind ausgebildete Spezialisten am Werk, die im bestimmten Umfang atomare, biologische und chemische Stoffe aufspüren, messen und entgiften können.  

Das Neue im Wetteraukreis dabei ist, dass sich innerhalb des MHD Altenstadt, der ansonsten den 1. Sanitätszug im Kreis stellt, 30 freiwillige Helferinnen und Helfer bereit erklärt haben, sich einer speziellen Ausbildung und körperlichen Tauglichkeitsuntersuchungen zu unterziehen. Der Wetteraukreis hat mit rund 3.000 Euro die Ausstattung und die Tauglichkeitsuntersuchungen finanziert. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit ist das Ziel nun erreicht: Die Einheit ist einsatzbereit. Erfreut nahm Katastrophenschutz-Dezernent Lich zur Kenntnis, dass bereits erste gemeinsame Übungen mit dem "großen Bruder", dem GABC-Zug in Büdingen stattgefunden haben und gab offiziell den Startschuss. Damit ist die "SEG Dekon V" nun für die Zentrale Leitstelle in Friedberg eine disponible Größe. Er ermunterte in einer kleine Feierstunde die Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes, nicht nachzulassen im Engagement, sich weiterhin für den Katastrophenschutz und damit für die Bevölkerung einzusetzen. Er dankte herzlich der Hilfsorganisation für die zusätzlich übernommene Aufgabe. "Für den Wetteraukreis ist es ein Glück, Frauen und Männer wie Sie in seinen Reihen zu haben. Sie opfern Ihre Freizeit über das normale Maß hinaus, um neben Ihrer originären Tätigkeit eine Spezialaufgabe zu bewältigen. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute, Mut und Kraft, um diese schwierige Aufgabe zu meistern. Vor allem aber wünsche ich Ihnen, dass Sie stets gesund von Ihren Einsätzen zurückkehren", rief Katastrophenschutz-Dezernent Ottmar Lich der neuen Einheit zu.


Erstellt am: 2010-07-12