Landrat Arnold: „Wetterauer Lammfleisch essen ist gut für den Naturschutz!“

Landrat Arnold: „Wetterauer Lammfleisch essen ist gut für den Naturschutz“

Landrat Arnold: „Wetterauer Lammfleisch essen ist gut für den Naturschutz“


Wer regionale Produkte kauft, stärkt nicht nur die Kaufkraft der hiesigen Landwirtschaft, sondern leistet auch einen ganz konkreten Beitrag zum Naturschutz. Nicht nur, dass unsinnig lange Wege vermieden werden, durch die Förderung der heimischen Schäferei werden wertvolle Magerrasenflächen erhalten und dauerhaft geschützt.


Landrat mit Lammprinzessin und Neidhardt

Landrat Joachim Arnold mit der ersten Wetterauer Lammprinzessin Julia Zakel und Koch Reiner Neidhart von Neidharts Küche in Karben.

Landrat Joachim Arnold hat im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm des zweiten Wetterauer Lamm- und Landgenusses mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen vorgestellt. Erfreulich ist nach den Worten von Landrat Arnold, dass auch die Zahl der Mitwirkenden zugenommen hat. Insgesamt machen 16 Gastronomen und elf Schäfer aus der Wetterau und den Landkreisen Gießen und Vogelsberg mit. Während der beiden Aktionswochen, die vom 10. bis zum 26. September gehen, werden die beteiligten Restaurants Lammspezialitäten in ihren Menüplan aufnehmen.

Die Wetterau schmecken

Reiner Neidhart von Neidharts Küche in Karben sagte bei der Vorstellung des Programms, dass man mit den Delikatessen aus dem Lammfleisch der Region die Wetterau auch schmecken könne.

So gibt es ganz besondere Aktionen wie etwa die Arnsburger Lammkomposition, eine Aufführung in fünf Akten die begeistern, am Freitag, dem 10. September in der Alten Klostermühle, Kloster Arnsburg. Kostenbeitrag: 35 Euro, Reservierung unter Telefon: 06404/91900.

Wer vor dem Essen in die Pedale treten will und etwas über die Wetterauer Hutungen erfahren möchte, ist am Samstag, dem 11. September in der Weinscheune Echzell an der richtigen Adresse. Die Radtour beginnt um 14 Uhr, der Kostenbeitrag liegt bei 15 Euro, Anmeldung unter Telefon 06031/83-4225.

Wer lieber auf Schusters Rappen unterwegs ist, der hat dazu am Sonntag, dem 12. September Gelegenheit. "Erst wandern, dann tafeln", unter diesem Motto steht eine Stornfels-Wanderung mit kulinarischem Abschluss im Landhaus Fürstengarten in Nidda-Stornfels. Treffpunkt 14 Uhr am Landhaus Fürstengarten, Kostenbeitrag: 15 Euro, Anmeldung unter Telefon: 06031/ 83-4225. Wer an diesem Sonntag für diese acht Kilometer lange Wanderung keine Zeit hat, kann auch am Samstag, dem 18. September wandern und tafeln.

Eine ganz besondere Spezialität gibt es dann am Sonntag, dem 19. September. Die Kurtouristik Bad Salzhausen lädt zu einer botanischen Quellenwanderung mit anschließendem fünf Gänge Menü a la Kurhaushotel nach Bad Salzhausen ein. Treffpunkt ist 16:00 Uhr am Kurhaus, der Kostenbeitrag liegt bei 35 Euro, Anmeldungen unter Telefon: 06043/96330 oder 06043/9870.

Informationen zu dem zweiten Wetterauer Lamm- und Landgenuss gibt es zudem bei Christian Sperling, der als zuständiger Regionalmanager für die Umsetzung des EU LIFE Programms zum Schutz der Wetterauer Hutungen in der Kreisverwaltung tätig ist. Telefon: 06031/83-4225.

Stichwort Wetterauer Hutungen

Mehr als vier Millionen Euro werden in den kommenden fünf Jahren in den Erhalt der Hutungen der Wetterauer Trockeninsel fließen. Diese befinden sich nicht etwa auf einem vom Meer umtosten Eiland, sondern dies ist die Bezeichnung für ganz besondere Flächen - nämlich Magerrasen, die für die Landwirtschaft eher uninteressant sind, weil sie schwer oder gar nicht zu bewirtschaften sind und sich eigentlich nur als Weideland für Schafe und Ziegen eignen. Hier werden die Tiere gehütet, daher der Name Hutungen. Die Flächen bieten zudem vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.

Weil solche Flächen zunehmend zu verbuschen und damit verloren zu gehen drohen, andererseits aber auch die wirtschaftliche Situation vieler Schäferbetriebe ungünstig ist, braucht es zum Erhalt öffentlicher Unterstützung. Dies geschieht durch das LIFE-Projekt "Wetterauer Hutungen", das aus Mitteln der EU mit zwei Millionen Euro und mit der gleichen Summe vom Land Hessen und mit kleineren Anteilen vom Wetteraukreis, den Städten Nidda und Hungen sowie mit Unterstützung von OVAG, Sparkassenstiftung Laubach-Hungen und Sparkassenstiftung Oberhessen unterstützt wird. "Ich bin froh, dass wir dieses Projekt umsetzen können. Damit stärken wie die Wetterau in touristischer Sicht. Gemeinsamt mit den Schäfern trägt es dazu bei, besonders wertvolle Naturräume zu erhalten", freut sich der Wetterauer Landrat Joachim Arnold.

Landrat kürt erst Lammprinzessin

Im Rahmen der Vorstellung des Programms kürte Landrat Joachim Arnold mit Julia Zakel die erste Wetterauer Lammprinzessin. Die 25-jährige Chemiestudentin aus Geiß-Nidda will in ihrer zweijährigen Amtszeit als Botschafterin und Repräsentantin für den Genuss von Lammfleisch und den Erhalt der Wetterauer Hutungen eintreten.


Erstellt am: 2010-09-02