Landrat und Schuldezernent weihen Neubau am Weidiggymnasium ein

Weidiggymnasium: Landrat und Schuldezernent weihen Neubau ein

Weidiggymnasium: Landrat und Schuldezernent weihen Neubau ein


Die Baumaßnahmen am Weidiggymnasium Butzbach, der mit fast 1.700 Schülern größten allgemein bildenden Schule des Wetteraukreises, sind abgeschlossen. Landrat Joachim Arnold und Schuldezernent Helmut Betschel Pflügel haben den Neubau für den Kunstbereich und die Außenanlagen an die Schulgemeinde offiziell übergeben.

Arnold, Betschel-Pfluegel und Bürgermeister Merle übergeben den Schlüssel

Landrat Joachim Arnold Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel und Bürgermeister Merle übergeben den symbolischen Schlüssel an Schulleiter Dr. Lasch und die Schulgemeinde.

Ein Neubau, der in Zukunft für den Kunstunterricht genutzt wird, und die Außenanlage im Bereich der Mensa sind fertig gestellt worden. Das neue Gebäude ersetzt die Unterrichtspavillons aus dem Jahr 1978. Wie Landrat Arnold mitteilt, wurden die Arbeiten an der Schule aus Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms Schulen (SIP) finanziert. Arnold nutzte die Gelegenheit dem Team des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft ein besonderes Lob für die hervorragende Umsetzung dieses Programms auszusprechen. "Da wurde ein riesiges Arbeitspaket hervorragend bewältigt!" Schuldezernent Betschel-Pflügel ergänzte: "Ich bin zuversichtlich, dass die neuen, modernen und notwendigen Unterrichtsmöglichkeiten dem Kunstunterricht an der Weidigschule zu Gute kommen werden."

Im September 2009 begannen die Arbeiten, nun ist der Ersatzbau, ein massiver eingeschossiger Bau mit drei Kunst-, einem Klassen- und einem Gruppenraum fertig. Architektonisch ist er angelehnt an das zuletzt errichtete Bibliotheks- und Musikgebäude in direkter Nachbarschaft. Dank einer mobilen Trennwand ist es möglich, die einzelnen Räume zu einem einzigen großen zu verbinden, der dann etwa als eine für den Kunstbereich unverzichtbare Ausstellungs- oder Galeriefläche genutzt werden kann. Dazu wurden ein separater Gruppenraum, zwei Material- und Vorbereitungsräume sowie zwei Technikräume gebaut. Ebenfalls ausgestattet ist das Gebäude mit Toiletten und einem Putzraum. Die angebrachten Oberlichter sorgen für eine dem künstlerischen Arbeiten angemessene Belichtung. Alle Klassen- und Fachräume erhielten über ein verglastes Türelement einen direkten Fluchtweg ins Freie. Fertig sind auch die Außenanlagen im Bereich der Mensa. An die neu gestaltete Außenterrasse schließt sich eine Liegewiese an. Zusätzlich wurden der Ballfangzaun und die Zaunanlage hin zum Wald erneuert. Im Hinblick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen der Schülerinnen und Schüler wurde unter dem Aspekt des Gender Mainstreaming ein Projekt durchgeführt, in dem die Schülerschaft gute und pfiffige Ideen zur Gestaltung der Außenanlage erarbeitet und umgesetzt hat.

Die Kosten für das neue Gebäude mit einer Grundrissfläche von 530 Quadratmetern belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Die Außenanlage schlägt mit 280.000 Euro zu Buche.

Kunstunterricht wird aufgewertet

Betschel-Pflügel ist zuversichtlich, dass der Kunstunterricht durch die neuen Unterrichtsmöglichkeiten eine Aufwertung erfahren wird. "Der Kunstunterricht an der Weidigschule hat eine lange Tradition und benötigt moderne und angemessene Kunst- und Galerieräume." 1998 fand die erste Ausstellung der "Galerie 511" statt, einer Arbeitsgemeinschaft kunstinteressierter Schüler, die es sich zum Ziel gemacht hatten, ihren Mitschülern, Eltern und Lehrern zeitgenössische Kunst nahe zu bringen. Mehrere Wochen lang waren in einem eigens zu diesem Zweck umgebauten Schulraum die Radierungen des hessischen Künstlers Norbert Cloß zu sehen. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen, die die Schüler erhielten, entschied man sich, jedes Halbjahr zeitgenössische Kunst in der Weidigschule zu zeigen. Juni dieses Jahres ging die bislang letzte Ausstellung zu Ende. Zu sehen waren Objekte des Japaners Keisuke Matsuura.

Die Gesamt-Projektsteuerung übernahm die Fachstelle Hochbau- und Energie des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises.


Erstellt am: 2010-09-02