Qualifizierungsoffensive Wetterau – Weitere Förderung bis Ende 2012 gesichert
Qualifizierungsoffensive Wetterau – Weitere Förderung bis Ende 2012 gesichert
Der Europäische Sozialfonds und das Land Hessen werden die Qualifizierungsoffensive Wetterau auch in Zukunft fördern. Zunächst einmal bis Ende 2012 wurde die Förderung verlängert. Wir sprachen mit Landrat Joachim Arnold über die Qualifizierungsoffensive.
Landrat Joachim Arnold mit Qualifizierungsbeauftragten Klaus Karger und Dr. Johannes Fertig von der Fachstelle Strukturförderung der Kreisverwaltung
Frage: Herr Arnold, was wollen Sie mit der Qualifizierungsoffensive im Wetteraukreis erreichen?
Landrat Arnold: Mein Credo ist: Ohne Weiterbildung gibt es keinen betrieblichen und auch keinen beruflichen Erfolg. Deshalb wollen wir die Weiterbildungsbereitschaft sowohl in den Unternehmen als auch bei den Beschäftigten fördern. Damit stärken wir die Zukunftsfähigkeit der Wetterau
Frage: Welche Unternehmen haben Sie da besonders im Auge?
Landrat Arnold: Unser Fokus richtet sich auf die kleinen und mittleren Betriebe, das heißt also Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten. Aber auch freiberufliche Unternehmen wie Arztpraxen, Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien gehören zu unserem Adressatenkreis.
Frage: Was können Sie diesen Unternehmen bieten?
Landrat Arnold: Wir haben ein speziell auf diese Unternehmen zugeschnittenes Angebot, das von neuen Technologien im Handwerk über Messetraining, von Erlebnisgastronomie zu Energieeffizienz, von Teamarbeit bis professioneller Beratung reicht. Da findet sich eigentlich jeder wieder.
Frage: Wie werden diese Veranstaltungen angenommen?
Landrat Arnold: Da bin ich hoch zufrieden! Wir hatten in den letzten beiden Jahren 20 Impulsveranstaltungen mit durchschnittlich 50 Teilnehmern.
Frage: Was macht die Qualifizierungsoffensive im Wetteraukreis so erfolgreich?
Landrat Arnold: Ich glaube, es sind einerseits die starken Bündnispartner. Das sind neben der Kreis- und Regionalentwicklung des Wetteraukreises, die Volkshochschule Wetterau, die Kreishandwerkerschaft, der Gewerbeverein Region Friedberg, das Regionalmanagement Oberhessen und der Dachgewerbeverein Oberhessen die hier zusammenarbeiten. Andererseits gibt es aber auch sehr engagierte Ansprechpartner wie Regionalmanager Klaus Karger oder meine Mitarbeiter Dr. Johannes Fertig von der Strukturförderung oder Andreas Schneider von der Volkshochschule.
Ein weiterer Grund für unsere erfolgreiche Arbeit sind qualifizierte Trainer und Referenten aus dem Bereich der beruflichen Weiterbildung, die Anstöße geben für weitergehende Seminare und Workshops in den Wetterauer Betrieben.
Frage: Die Qualifizierungsoffensive gibt es seit zehn Jahren. Würden Sie das Projekt als Erfolg bezeichnen?
Landrat Arnold: Aber sicher! Eine aktuelle Untersuchung der Handwerkskammer Frankfurt hat festgestellt, dass kleine und mittlere Unternehmen die Krise schnell überwunden haben und bereits wieder Personal einstellen wollen. Die größeren Betriebe wollen eher Personal abbauen. Ich glaube, das kann man ohne Weiteres auf die Wetterau übertragen. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass wir hier eine Wirtschaftsstruktur haben, die vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist. Sie tragen den Großteil der Beschäftigung und sie tragen auch einen Großteil der Ausbildung und Qualifikation. Und nicht zuletzt, sie bringen auch einen Großteil der Gewerbesteuer auf, aus denen sich die Kommunen, und letzten Endes auch der Wetteraukreis, finanzieren.




