Betschel-Pflügel stellt das wartungsarme Schulnetz 2012 vor

Betschel-Pflügel stellt das wartungsarme Schulnetz 2012 vor

Betschel-Pflügel stellt das wartungsarme Schulnetz 2012 vor


Im neuen Schuljahr wird sich die IT-Landschaft der Wetterauer Schulen ändern. Einsparungen, der Wunsch nach weniger Pflege- und Wartungsaufwand und der technische Fortschritt bringen es mit sich, dass bestehende Standards weiter entwickelt werden. Betroffen ist das Betriebskonzept. "Das wartungsarme Schulnetz 2005". Es entwickelt sich weiter zum "wartungsarmen Schulnetz 2012".

Im Rahmen der notwendigen Hardware-Rollouts werden bis Ende April nächsten Jahres 40 Schulen mit dem neuen Betriebskonzept ausgestattet. "Insgesamt investiert der Schulträger Wetteraukreis 1,4 Millionen Euro in dieses Projekt", sagt Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel. Gemeinsam mit dem neuen IT-Dienstleister Horn & Cosifan haben die Mitarbeiter der Fachstelle IT und Einrichtungen des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft das alte Betriebskonzept überarbeitet. Die neue Version "Das wartungsarme Schulnetz 2012" wurde vom Medienbeirat verabschiedet.

Sein Vorteil: Das aktuelle Betriebssystem Windows 7, eine komfortable Softwarelösung für das Klassenraummanagement und Softwarestandards, schlanke IT-Netzwerke. Dabei wurde besonders großen Wert auf einen hohen Grad der Automatisierung gelegt. Per Monitoring kann Horn & Cosifan die 5.000 Computer und 163 Server der Schulen überwachen, aus der Ferne warten, Software verteilen und regelmäßige Updates aufspielen. Betschel-Pflügel verspricht sich davon eine Entlastung der Schulen und der IT-Beauftragten. Darüber hinaus bietet Horn & Cosifan den Schulen einen umfangreichen IT-Support. Die Behebung von Fehlern innerhalb einer vertraglich festgelegten Wiederherstellungszeit wird garantiert.

Erste Erfolge zeigt die Pilotphase, an der unter anderem die Berufliche Schule am Gradierwerk in Bad Nauheim teilgenommen hat. Schulleiter Stolz betont die reibungslose Abwicklung des Rollouts und blickt mit großer Zuversicht in das neue Schuljahr mit sehr gut ausgestatteten Computerräumen und einer stabilen IT-Infrastruktur.

In Hessen einmalig - Lernmanagementsystem

"Ein zentraler Bestandteil des neuen Betriebskonzeptes ist die Einführung eines Lernmanagementsystems für alle Wetterauer Schulen", sagt Schuldezernent Betschel-Pflügel. "Dies ist in Hessen bisher einmalig." Hinter der Abkürzung "wtkedu" verbirgt sich eine ganze Menge: Neben vielfältigen Online-Werkzeugen für die eigene und schulische Organisation und Kommunikation auch eine personenbezogene Datenablage, auf die man sowohl von zu Hause als auch in der Schule zugreifen kann.

Das Lernmanagementsystem "wtkedu" löst die lokale Datenablage in den pädagogischen Schulnetzen ab, die bisher mit der vom Land Hessen bereitgestellte Software LANiS umgesetzt wurde. Lehrkräfte können nun Unterrichtsmaterialien zu Hause erstellen und in der Schule darauf zugreifen ohne zusätzliche Speichermedien nutzen zu müssen. Auch die Schülerinnen und Schüler können unabhängig von Zeit und Ort Lerninhalte und Dokumente abrufen und bearbeiten. "In Zeiten des Web 2.0 spielen kommunikative und kollaborative Elemente eine immer größere Rolle, auch diesen Ansprüchen wird das Lernmanagementsystem gerecht", sagt der Schuldezernent. Es bietet neben Funktionen wie dem Mailservice, Wiki und Forum die Möglichkeit mit anderen Schulen, Betrieben oder den Eltern zusammenzuarbeiten.

Darüber hinaus konnte mit "wtkedu"auch der Einsatz von privaten Endgeräten technisch umgesetzt werden. "Bei der Frage, ob wir ein solches System an unseren Schulen einführen, mussten nicht nur technischen Fragen, sondern auch rechtliche Aspekte im Vorfeld geklärt werden", erläutert Betschel-Pflügel. Eine große Herausforderung, denn Rechtsgrundlagen, auf die man hätte zurückgreifen können, gab es nicht. In Zusammenarbeit mit einem Team aus Juristen konnten auch diese Fragen gelöst werden. In einem langwierigen Prozess wurden gemeinsam Nutzungsbedingungen erarbeitet, die jede Lehrkraft und jede/jeder Schülerin/Schüler, bei Minderjährigen die Eltern unterschreiben müssen.

Dass sich die sorgfältige Arbeit und Mühe gelohnt hat, zeigt eine Anfrage des Bistums Münster. Dort will man die Nutzungsbedingungen von "wtkedu" für das eigene Lernmanagementsystem (www.schulbistum.de) übernehmen, da sie aus Sicht des Bistums und nach juristischer Prüfung vorbildlich und rechtssicher sind.

Weitere Informationen über das Lernmanagementsystem "wtkedu" hier. Ein Login ist jedoch nur für Lehrkraft oder Schüler einer Schule möglich.


Erstellt am: 2012-09-17