Betschel-Pflügel eröffnet Wanderausstellung zur Kindertagespflege

Betschel-Pflügel eröffnet Wanderausstellung zur Kindertagespflege

Betschel-Pflügel eröffnet Wanderausstellung zur Kindertagespflege


Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel begrüßt die Zusage des Landes, den Ausbau der Kindertagespflege zu unterstützen und in diesem Jahr das Angebot an Plätzen noch zu vergrößern. Die Wanderausstellung von Land, Karl Kübel Stiftung und Kindertagespflegebüro ist eine gute Gelegenheit, optisch darzustellen, was Tagespflege alles ist und welche große Bedeutung sie hat", sagte der Dezernent bei der Ausstellungseröffnung.


Die Wanderausstellung wird mit dem Banddurchschnitt eröffnet.

Die Wanderausstellung wird mit dem obligatorischen Schnitt eröffnet: v.l. Kreisbeigeordneter Wolfgang Patzak, Daniela Kobelt Neuhaus von der Karl Kübel Stiftung, Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel und Ursula Diez-König vom Hessischen Kindertagespflegebüro.

"Sie ist vor allem kein Ort, an dem Kinder einfach mal geparkt werden, bis Mama und Papa wieder Zeit haben", betont Betschel-Pflügel, "Kindertagespflege ist eine wichtige Station für frühkindliche Bildungsprozesse und für die sozial-emotionale Entwicklung." Sie schafft Raum für Individualität und ist besonders gut geeignet für Kinder in den ersten Lebensjahren. Gerade sensiblen Kindern, die sich in einer großen Gruppe unwohl fühlen, kann Tagespflege einen geschützten Raum geben, sich an andere soziale Umfelder heranzutasten. Sie sind zwar nicht daheim, aber doch irgendwie zu Hause.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse der neuesten Studie von Lieselotte Ahnert, Professorin aus Wien und eine der führenden deutschen Bindungsforscherinnen. Ahnert kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass sich empfindsame, eher ängstliche Kinder bei einer Tagesmutter besser entwickeln als in einer Kita-Gruppe. "Kita und Kindertagespflege werden damit nicht gegeneinander ausgespielt, sie haben unterschiedliche Vorzüge, mit denen sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder Rechnung tragen können", sagt Betschel-Pflügel.

Kindertagespflege in der Wetterau

Im Wetteraukreis sind derzeit 131 Tagespflegepersonen tätig, davon drei Tagesväter. Ein Verhältnis zwischen Männern und Frauen, die dem hessischen entspricht. 433 Plätze gibt es insgesamt in der Kindertagespflege, davon stehen 415 für die Betreuung der unter Dreijährigen zur Verfügung.

Für die nötige Qualifizierung zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe geht weit über die Mindestforderung des Landes Hessen hinaus und bietet umfangreiche Qualifizierung in Kooperation mit der AWO und der Evangelischen Familien-Bildungsstätte an. Eine Bildungsmaßnahme nach dem Qualifizierungskonzept des Deutschen Jugendinstitutes und eine Zertifizierung ‚Qualifizierte Kindertagespflegeperson’ des Bundesverbandes für Kindertagespflege.

Natürlich müsse Kindertagespflege leistungsgerecht vergütet werden, so der Dezernent und erläutert: "Die Betreuung zu besonderen Zeiten muss entsprechend honoriert werden, deckt die Kindertagespflege doch auch Randzeiten, also vor 7 Uhr morgens und nach 17 Uhr Abend ab. Kriterien, um leistungsgerecht einzustufen, sind auch die Qualifikation und wie lange die Tagesmutter oder der Tagesväter schon Tageskinder betreut. Der Kreis hat dafür vor einigen Monaten die Gelder erhöht um die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen", sagt Betschel-Pflügel.

Die Wanderausstellung "Bildungsort Kindertagespflege: von Anfang an familiär, verlässlich, professionell - Tagesmütter und Tagesväter gestalten die Zukunft" ist noch bis zum 28. September im Foyer des Kreishause in Friedberg zu sehen.


Erstellt am: 2012-09-17