Landrat Joachim Arnold: Bereichsplan für den Rettungsdienst fortgeschrieben

Landrat Joachim Arnold: Bereichsplan für den Rettungsdienst fortgeschrieben

Landrat Joachim Arnold: Bereichsplan für den Rettungsdienst fortgeschrieben


Auf Vorschlag von Landrat Joachim Arnold hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung den Bereichsplan für den Rettungsdienst fortgeschrieben. "Damit haben die Hilfsorganisationen auch über das Jahr 2013 hinaus Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre."  

Das bedeutet für die im Wetteraukreis tätigen Organisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz Büdingen, Deutsches Rotes Kreuz Friedberg, Johanniter-Unfall-Hilfe Bad Nauheim und den Malteser-Hilfsdienst in Altenstadt nicht nur Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch für Investitionen in Einsatzfahrzeuge und Medizingeräte.  

Landrat Arnold: Rettungsdienste in der Wetterau sind sehr gut organisiert  

"Die Rettungsdienste in der Wetterau sind sehr gut organisiert und es ist auch wichtig, denn bei ihrer Arbeit zählt jede Minute. Da geht es oft um Leben und Tod. Neben einer soliden Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste gilt es, den jeweiligen Versorgungsbereich eines Rettungsdienstes optimal zu organisieren. Nach dem Hessischen Rettungsdienstgesetz sind die Landkreise verpflichtet, die Bereichspläne mindestens in Abständen von fünf Jahren fortzuschreiben", erläutert der Wetterauer Landrat.  

Der wichtigste Aspekt der Bereichspläne ist die so genannte "Zehn-Minuten-Hilfsfrist", die besagt, dass der jeweilige Versorgungsbereich so zu planen und organisieren ist, dass in 95 Prozent aller Einsätze der Rettungswagen den Notfallort innerhalb von zehn Minuten erreichen soll. "Deshalb haben wir bereits vor acht Jahren die Zahl der Rettungswachen von zehn auf 14 erhöht." Darüber hinaus entstanden bei der letzten Fortschreibung des Bereichsplanes vier weitere mobile Rettungswachen. Das sind Außenstandorte von Rettungswachen, in denen mehr als ein Rettungswagen vorgehalten wird.  

Hinzu kommen vier Notarztstandorte in Bad Nauheim/Friedberg, Karben, Nidda und Büdingen. "Damit", so Landrat Joachim Arnold, "haben wir ein flächendeckendes Netz von Rettungswachen und Notarztstandorten im Wetteraukreis geschaffen."  

Zu den Bereichsplänen gehört auch der so genannte Rettungsmittel-Vorhalteplan, in dem definiert wird, welche Rettungsmittel in welcher Anzahl und wie viele so genannte Vorhaltestunden geleistet werden müssen. Die damit verbundene Personalzumessung ist dann der größte Kostenblock für die Krankenkassen als Kostenträger.  

Die Vorhaltestunden der Rettungsmittel müssen so festgelegt werden, dass die Versorgungsbereiche der Rettungswachen ausreichend personell ausgestattet sind. Bei den vier Notarztsystemen wurden insgesamt 35.000 Vorhaltestunden pro Jahr festgesetzt. Das entspricht einer Vorhaltung an 365 Tagen und 24 Stunden in allen Notarztstandorten.  

Ehrenamt unverzichtbar  

Die Hilfsorganisationen sind aber nicht nur im Rettungsdienst aktiv, sondern auch im Katastrophenschutz. Hier spielt besonders das ehrenamtliche Engagement eine große Rolle. "Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre ein wirksamer präventiver Katastrophenschutz gar nicht möglich", so Landrat Joachim Arnold abschließend.


Erstellt am: 2012-09-24