Betschel-Pflügel: VHS wird neue Geschäftsfelder erschließen

Betschel-Pflügel: VHS wird neue Geschäftsfelder erschließen

Betschel-Pflügel: VHS wird neue Geschäftsfelder erschließen


In seiner nächsten Sitzung am 10. Oktober wird sich der Kreistag mit dem Jahresabschluss 2011 des Eigenbetriebs Volkshochschule des Wetteraukreises beschäftigen. Erträgen von 1,82 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 1,95 Millionen Euro gegenüber. Damit wurde im vergangenen Jahr ein Fehlbetrag von 130.000 Euro erwirtschaftet. Gründe hierfür waren geringere Zuschüsse und gestiegene Ausgaben etwa für den Umzug in das neue Gebäude. 

Größter Anteil bei den Einnahmen waren die Erlöse aus 1.118 Kursen, die von 9.871 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht wurden. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse bei rund 1,09 Millionen Euro, geringfügig mehr als im Vorjahr. Weitere Einnahmen waren der Zuschuss des Wetteraukreises in Höhe von 415.000 Euro und der des Landes in Höhe von knapp 246.000 Euro. 

Größte Ausgabepositionen waren die Aufwendungen für Honorare und Fahrtkosten der Kursleitungen in Höhe von 660.000 Euro. Hinzu kamen Mieten und Lohnkosten für die Beschäftigten der Volkshochschule.  

Verbesserte Raumsituation  

Die Raumsituation der Volkshochschule hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Eigene Schulungs- und Büroräume sowie ein Empfangsbereich in einem von der Johann-Philipp-Reis-Schule Friedberg überlassenen Gebäude haben zu einer wesentlichen Verbesserung der Kommunikation mit Kursleitungen und Kursteilnehmern geführt.  

Schwieriger ist die Nutzung von Schulungsräumen an anderen Standorten im Kreis. Oft werden dabei die Rahmenbedingungen von Schulraum den Ansprüchen der Erwachsenenbildung nicht gerecht. "Hier müssen wir mit allerlei Kompromissen leben, was nicht immer optimal ist", so VHS-Dezernent Betschel-Pflügel.  

Um die wirtschaftliche Basis der Volkshochschule zu verbreitern, schlägt VHS-Betriebsleiterin Antje Heerdt die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder vor. Erfolgreich umgesetzt wurde die Übernahme der Fortbildungsplanung für verschiedene Organisationsbereiche der Kreisverwaltung. "Als erfahrener Bildungsträger ist die VHS kompetenter Ansprechpartner für die Planung von Mitarbeiterfortbildungen und fachspezifischen Angeboten."  

Auch in der Qualifizierungsoffensive ist die Volkshochschule Wetterau stark eingebunden. Mit Mitteln der Europäischen Union richten sich hier Fortbildungsangebote insbesondere an Beschäftigte von kleinen und mittleren Unternehmen. Intensiviert werden soll das Qualifizierungsangebot der Volkshochschule für Langzeitarbeitslose. "Schließlich ist die Öffnung der Volkshochschule für weitergehende Kooperationen oder gänzlich neue Formen der Zusammenarbeit denkbar", so Erster Kreisbeigeordneter Betschel-Pflügel.


Erstellt am: 2012-09-24