Interkulturelle Woche: Kultureller Austausch in drei Gängen
Interkulturelle Woche: Kultureller Austausch in drei Gängen
Im Rahmen der Interkulturellen Woche hatte der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit zu einem "kulturellen Austausch in drei Gängen" eingeladen. 30 Frauen aus verschiedenen Kulturen trafen sich im Friedberger Kreishaus. "Miteinander ins Gespräch kommen, einander kennen lernen, Verständnis entwickeln und anwenden", das ist das Anliegen, das sich mit dem Kulturellen Austausch in drei Gängen verbindet", sagt Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel, Schirmherr der Interkulturellen Woche.
Essen und Reden vertragen sich gut beim Kulturellen Austausch in drei Gängen.
Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit beschreibt, was sich hinter den drei Gängen verbirgt: "Neben dem Essen gibt es zu jedem Gang Gesprächsstoff. Thema der Vorspeise ist Lebensqualität. Der Hauptgang wird vom Thema Gemeinsame Werte begleitet und zum Dessert gibt es die gelungene Willkommenskultur."
Was bedeutet für mich Lebensqualität und was brauche ich, um mich willkommen zu fühlen? In gemütlicher Atmosphäre und bei kleinen multikulturellen Snacks gingen die Frauen, die der Einladung zu dem kulturellen Austausch gefolgt waren, diesen Fragen auf den Grund.
Dabei zeigten sich die Gemeinsamkeiten über alle kulturellen Unterschiede hinweg. In den Gesprächsrunden wurde schnell deutlich, was jede Frau - unabhängig von Herkunft und Glaube - als fundamental für ihre Lebensqualität ansieht: Sicherheit in allen Lebensbereichen, Gesundheit, Familie, ein harmonisches Umfeld sowie ein gesichertes Einkommen. Willkommen fühlen sich die Frauen, wenn sie verstanden, respektiert und mit Herzlichkeit empfangen werden. "Ein Lächeln, ein freundlicher Blick sagen mir, dass ich wahrgenommen werde. Dies gibt mir das Gefühl, willkommen zu sein", sagt Saime A., die einen türkischen Hintergrund hat. Dieser Auffassung schlossen sich Frauen aus allen Kulturen an. "Ich möchte erst einmal wahrgenommen werden, wie ich bin", sagt eine andere ausländische Teilnehmerin. Daran entspann sich ein lebhaftes Gespräch zum Thema Respekt, neben dem freundlichen Wahrnehmen ein weiterer wichtiger Punkt in der Willkommenskultur.
Von diesen Grundvoraussetzungen abgesehen, stellte sich heraus, dass jede Kultur darüber hinaus ein eigenes Verständnis von Gastfreundschaft und Wohlgefühl hat. Dies macht den Dialog so wichtig, um zu erkennen, dass im Kern die Gemeinsamkeiten die Unterschiede überwiegen. "Uns verbindet mehr, als uns trennt.": Darüber waren sich an diesem Abend alle einig. "Der Abend war für alle Beteiligten eine Bereicherung und ein voller Erfolg", freut sich Hanne Battenhausen vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, die durch die Veranstaltung führte. Auch im nächsten Jahr wird es bei der Interkulturellen Woche wieder einen Kulturellen Austausch in drei Gängen geben. Themenwünsche gibt es schon.




