Kein Sitz für die Wetterau in der Fluglärmkommission
Kein Sitz für die Wetterau in der Fluglärmkommission
"Ich bin zutiefst enttäuscht, dass auch dem Wetteraukreis ein Sitz in der Fluglärmkommission versagt wird. Damit wurde die Chance vertan, insbesondere den lärmgeplagten Menschen in der südlichen Wetterau inBad Vilbel und Karben, aber auch im südöstlichen Kreisgebiet in Limeshain und Büdingen, ihre Interessen wirksam zu artikulieren", so die erste Reaktion von Landrat Joachim Arnold auf die Ablehnung aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium.
Landrat Arnold hatte im Februar einen Sitz für die Wetterauer in der Fluglärmkommission beantragt. Nachdem ein entsprechender Antrag der Städte Bad Vilbel und Karben inzwischen abgelehnt worden war, hatte Arnold eigens nochmal an Wirtschaftsminister Rentsch appelliert, wenigstens den Wetteraukreis aufzunehmen, um die Interessen der betroffenen Menschen in der Wetterau vertreten zu können. "Ich kann das billige Argument nicht nachvollziehen, dass ein Gremium ab einer gewissen Größe nicht mehr handlungsfähig ist. Die Menschen haben darauf vertraut, dass zumindest ein Repräsentant der Wetterauer Interessen zum Zuge kommt, denn der erfolgte Flughafenausbau und die damit einhergehenden Flugroutenänderungenn belasten uns in noch nie dagewesenem Maße", erläutert Arnold seine tiefe Enttäuschung, die auch die Tatenlosigkeit der Wetterauer Vertreter in der Landesregierung betrifft: "Dass der stellvertretende Ministerpräsident Hahn und die Umweltministerin Puttrich einen Antrag zum Schutz auch ihrer Heimat nicht unterstützen, dafür fehlen mir die Worte. Ein Sitz, der dem Land wirklich kein Geld gekostet, aber den Menschen in der Wetterau eine wichtige Mitsprachemöglichkeit eröffnet hätte. Das ist schon sehr bemerkenswert", meint Arnold enttäuscht.




