Erfolgreiche Zusammenarbeit von Karl-Wagner-Haus und Johann-Philipp-Reis-Schule

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Karl-Wagner-Haus und Johann-Philipp-Reis-Schule

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Karl-Wagner-Haus und Johann-Philipp-Reis-Schule


Vor drei Jahren entstand die Idee zu einer Kooperation zwischen dem Karl-Wagner-Haus und der Johann-Philipp-Reis-Schule. Sozialkompetenz und eigenverantwortliches Handeln sind nur zwei der Ziele, die sich mit dem "Projekt Lok" verbinden. Lok deswegen, weil die Berufschüler der elften Klasse und die Bewohner der sozialen Einrichtung gemeinsam kleine Holzlokomotiven bauen. Inzwischen hat die kleine Lok auch einen Tender bekommen. In der Johann-Philipp-Reis-Schule wurden die Arbeiten präsentiert.


Jessica Derbsch und Fabian Demmer

Jessica Derbsch und Fabian Demmer stellen vor, was sie im Gespräch mit dem Caritasverband erfahren haben.

Die Johann-Philipp-Reis-Schule und das Karl-Wagner-Haus - die Hilfeeinrichtung für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten - waren vor zwei Jahren eine Patenschaft eingegangen. Eine Patenschaft, von der alle Beteiligten profitieren sollten. Ziel ist es, "dass sich die Sozialkompetenz junger Erwachsener durch gemeinsame Projekte entwickelt und die Disziplin sowie konsequentes, eigenverantwortliches Handeln festigt", wie es in der Patenschaftsurkunde heißt.

Gabriele Lotz-Forndron, Lehrerin an der Johann-Philipp-Reis-Schule rief im vergangenen Jahr mit Schülern der elften Klasse der Berufsfachschule aus den Bereichen Holz, Metall und Kfz das Projekt "Modelllokomotive" ins Leben. Begeistert wurde die Idee auch vom Karl-Wagner-Haus angenommen. Zuerst wurde ein Plan mit allen Details erstellt und anschließend bauten die Bewohner der Einrichtung, zusammen mit den Schülern eine Lok, die aus Holz und Metall besteht.

Das war aber noch nicht alles. Denn zusätzlich bekamen die 22 Schüler der elften Klasse, zu der auch eine Schülerin gehört, die Aufgabe, bestimmte Personen zu interviewen. Dazu gehörten Vertreter der Friedberger Tafel, des Caritasverbandes und des Diakonischen Werkes, von Jobcenter und Ordnungsamt, aber auch Pfarrerin Susanne Domnick von der Evangelischen Stadtkirche, der Friedberger Bürgermeister Michael Keller und Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel. Dazu mussten sich die Schüler rund zehn Fragen ausdenken, wobei das Karl-Wagner-Haus thematischer Ausgangspunkt war. Eine Aufgabe mit dem Ziel, das soziale Netzwerk kennen zu lernen.

Peter Stelz, Leiter der Johann-Philipp-Reis-Schule lobte die intensive und auf Langfristigkeit angelegte Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Karl-Wagner-Haus. "Die Schüler erkennen, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft und dass das Karl-Wagner-Haus es den Menschen ermöglicht trotz sozialer Schwierigkeiten vernünftig weiterzuleben." Michael Erlenbach, Leiter des Karl-Wagner-Hauses, hob die hessenweite Einzigartigkeit der Zusammenarbeit hervor. "Die Lokomotiven sind ein gutes Symbol für die gelungene Zusammenarbeit der Berufsschule und der sozialen Einrichtung", lobte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel bereits im Vorfeld, denn an der Präsentation konnte er wegen terminlicher Verpflichtungen nicht teilnehmen.

In einem feierlichem Rahmen präsentierten die Schüler ihre Arbeiten und nahmen die letzte Hürde des Projekts: sich selbst zu präsentieren. Sie beschrieben Erfahrungen, Eindrücke ihrer Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Karl-Wagner-Hauses und die Ergebnisse aus den Interviews.


Erstellt am: 2012-10-12