Wetteraukreis richtet sich auf zunehmende Flüchtlingszahlen ein
Wetteraukreis richtet sich auf zunehmende Flüchtlingszahlen ein
Der Bürgerkrieg in Syrien, aber auch Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern der Welt sorgen derzeit für steigende Zahlen von Menschen, die Zuflucht in Deutschland und auch in der Wetterau suchen. "Die Zahlen der Menschen, die um Asyl nachsuchen, sind im letzten Jahr deutlich gestiegen", berichtet Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel.
Bis zum Jahresende müssen auf Anordnung des Landes noch mindestens 100 Menschen in der Wetterau aufgenommen werden. "Das wollen wir so menschenwürdig wie möglich machen", so der Wetterauer Sozialdezernent. Er hat bereits die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis angeschrieben mit der Bitte um Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Liegenschaften. Gleichzeitig werden eigene Liegenschaften des Wetteraukreises auf ihre Eignung für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern geprüft.
Kommunen werden eingebunden
Nach einem Aufruf in der Presse haben sich einige Anbieter mit geeigneten Immobilien gemeldet. "Wir kooperieren auch da mit den Kommunen und informieren sie über den Stand der Gespräche mit den Anbietern. Bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen, werden wir die betroffenen Kommunen bei der Beurteilung der Eignung der jeweiligen Immobilien einbinden", betonte Sozialdezernent Betschel-Pflügel.
Zurzeit habe man noch Kapazitäten, doch die werden bald ausgereizt sein. Der Kreistag hat jetzt der Einrichtung einer Containerunterkunft in Friedberg zugestimmt. "Ich hoffe, dass wir sie rechtzeitig errichten können. Wenn es zeitlich knapp wird haben wir noch einen Plan B. Wir könnten dann in der Zeit der Schließung des Jugendgästehauses Hubertus, vom 15. Dezember bis 15. Januar, die dortigen "Nurdachhäuser" für die Unterbringung von bis zu 60 Flüchtlingen nutzen."
Betschel-Pflügel: Unterbringung in Zelten kommt nicht in Frage
Im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises laufen die Arbeiten auf Hochtouren. "Wir sind vorbereitet und können schnell entscheiden. Klares Ziel ist, die Unterbringung von Flüchtlingen in festen Gebäuden. Eine Unterbringung in Zelten wie im Landkreis Gießen, kommt für uns nicht in Frage", so Betschel-Pflügel.




