Hexham-Group besucht Baustelle des römischen Wachtturms in Limeshain

Hexham-Group besucht Baustelle des römischen Wachtturms in Limeshain

Hexham-Group besucht Baustelle des römischen Wachtturms in Limeshain


Unlängst konnten Bürgermeister Adolf Ludwig, Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal, Architekt Reinhold Melzer und Stine Kockrick vom Geschichts- und Kulturverein Limeshain die sogenannte Hexham-Group auf der inzwischen weit fortgeschrittenen Baustelle des Limesturms begrüßen.


Hexham-group 2012arch Denkmalpflege Wetteraukreis

Die internationale Hexham-Group vor der weit fortgeschrittenen Rekonstruktion des Limeswachtturms in Limeshain.

Die Hexham-Group oder Management-Gruppe des UNESCO-Welterbes "Grenzen des Römischen Reiches" besteht seit 2009. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der drei beteiligten Teile des gemeinsamen Welterbes (Hadrianswall, Antoninuswall und Obergermanisch-Raetischer Limes), die sich mit dem Management der Welterbestätten befassen. Nach Treffen am Hadrianswall und am Antoninuswall, beide in Großbritannien gelegen, sowie in Bayern ist Hessen in diesem Jahr das Gastgeberland.  

Im Rahmen der Exkursionen wurden verschiedene Aspekte der Denkmalerhaltung, des Schutzes des Welterbes und seiner Präsentation sowie die touristische Vermarktung betrachtet. Eines der Exkursionsziele bildete der Turm in Limeshain, dessen bemerkenswerte Konzeption vorgestellt wurde.  

Einer der wichtigsten Aspekte für die Ausführung des Bauwerkes war die Nutzung von antiken Bautechniken und möglichst authentischen Baustoffen. Da der Turm aber öffentlich zugänglich sein soll, mussten einige baurechtliche Vorgaben eingehalten werden. Einer der auffälligsten Auswirkungen bildet die Erschließung über eine stählerne Treppe auf der Rückseite des Turms. Sie ermöglicht es, den Innerraum so originalgetreu wie möglich zu erleben. Gerade von diesem Detail und den sich hieraus entwickelnden vielseitigen Möglichkeiten der Präsentation des täglichen Lebens der Wachmannschaft war die internationale Expertengruppe sehr angetan.


Erstellt am: 2012-10-22