Gemeinschaftliches Wohnen: Wetterauer Initiativen stellten ihre Projekte vor

Gemeinschaftliches Wohnen: Wetterauer Initiativen stellten ihre Projekte vor

Gemeinschaftliches Wohnen: Wetterauer Initiativen stellten ihre Projekte vor


Im Rahmen der Aktionstage Gemeinschaftliches Wohnen hatte der Kreis zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Es trafen sich interessierte "Neue" und Vertreter von fünf sehr unterschiedlichen Initiativen, die im Wetteraukreis Wohnprojekte planen oder sie schon eine Weile umgesetzt haben. Sie berichteten vom aktuellen Stand ihrer Planungen.

Wohnen ist mehr als vier Wände. Es muss Lebensqualität, eine nachbarschaftliche Umgebung und eine gute Infrastruktur bieten. Mit dem "Gemeinschaftlichen Wohnen" ist eine Wohnform verbunden, die Selbstbestimmung in der eigenen Wohnung und Gemeinsamkeit in Gemeinschaftsräumen bietet, plant und organisiert. Es ist Wohnen, das sich selbst organisiert. "Leben in der eigenen Wohnung, aber in einer lebendigen Nachbarschaft. Das ist auf einen kurzen Nenner gebracht, was wir unter gemeinschaftlichem Wohnen verstehen", sagt Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel.  

Organisiert wurde die Informationsveranstaltung von der Stelle Soziale Planung Älterwerden des Wetteraukreises und vom Mehrgenerationenhaus der FAB. Verschiedene Initiativen stellten sich vor: WIA (Wohnen im Alter) aus Karben verfügt über ein Grundstück und hofft, bald mit dem Bau beginnen zu können. Die Genossenschaft "Gemeinschaftlich Wohnen in Friedberg" eG ist in konkreten Gesprächen zur Housing Area. Die Initiative "Gemeinschaft Leben, e.V.i.Gr., Wohninitiative Wetterau" ist eine starke Gruppe mit klaren Vorstellungen von dem, was sie suchen. Mit Bezug zu urbanem Leben und Natur in ökologisch und barrierefreien in sich abgeschlossenen Wohneinheiten mit Gemeinschaftsräumen. Auch "Wohnen in der Nähe" hat die Form des Vereins gewählt, und setzt seine Ideen in Bad Nauheim-Steinfurth um. Sie planen die Belebung des Ortskerns durch Zusammenschluss in guter Nachbarschaft. Die Regenbogengemeinschaft Wetterau aus Berstadt konnte schon von ihrer bestehenden Wohngemeinschaft berichten. Sie lud Interessierte auf ihre ausgebaute Hofreite ein und bot Beratung für die anderen Initiativen an. Wohnen ist eine Lebenseinstellung und die wirkt gestalterisch auf die Gesellschaft ein, so die Regenbogengemeinschaft, die sich als zukunftsorientierte Wohn- und Lebensgemeinschaft versteht.  

Am Ende der Diskussion entstand der Wunsch, ein "Netzwerk Gemeinschaftliches Wohnen Wetterau" zu gründen. Anfang Dezember werden sich die einzelnen Initiativen treffen um Ziele und Inhalte zu diskutieren. Die Gründung findet voraussichtlich im Januar statt.  

Weitere Informationen bei Brigitte Mergner, Soziale Planung Älterwerden, Telefon: 0 60 31 83 34 04 (Montag bis Donnerstag) oder Vroni Bleymehl, Telefon: 0 60 31 69 37 19 41, Mehrgenerationenhaus bei der FAB. 


Erstellt am: 2012-10-22