Wartbergschule in Friedberg

Wartbergschule in Friedberg

Wartbergschule in Friedberg


Der Begriff Förderschulen hat sich gegen die alte Bezeichnung Sonderschulen durchgesetzt, weil hier die Aufgabe der Schule schon gleich im Namen deutlich wird, nämlich durch Förderung bestehende Beeinträchtigungen abzubauen und zu kompensieren. Im Wetteraukreis gibt es neben der Gehörlosenschule und der Blindenschule in der Schulträgerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes sieben Förderschulen, die wir in einer kleinen Reihe vorstellen möchten. Heute: Wartbergschule in Friedberg

Bewegungshalle der Wartbergschule

Bewegungshalle der Wartbergschule

Die Wartbergschule in Friedberg ist eine Förderschule für praktisch Bildbare. Die 1967 gegründete Schule wird derzeit von 95 behinderten Schülerinnen und Schülern aus dem Altkreis Friedberg besucht. Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Wartbergschule über eine eigene Bewegungshalle, die für die besonderen Bedürfnisse der Schülerschaft ausgestattet ist. Die Wartbergschule ist in drei Stufen gegliedert, die Grundstufe für das erste bis vierte Schulbesuchsjahr, die Mittelstufe für das fünfte bis achte Schulbesuchsjahr und die Haupt/Werkstufe für das neunte bis maximal zwölfte Schulbesuchsjahr. Innerhalb einer Stufe orientiert sich die Zuordnung zu einer Klasse an pädagogischen und sozialen Gesichtspunkten. Die Schülerzahl pro Klasse beträgt maximal acht Schülerinnen und Schüler. Alle Klassenräume der Wartbergschule verfügen über eine Küchenzeile, die beiden Gebäude der Schule sind mit Behindertentoiletten und Pflegeräumen ausgestattet. Zudem verfügt die Schule über ein schulinternes Intranet, mit dem die Lehrer der verschiedenen Fächer den individuellen Leistungstand der Schülerinnen und Schüler aktuell abfragen können. Des Weiteren steht je ein Werkraum für die Bereiche Holz, Metall mit Maschinenraum und ein Werkraum für die Bereiche Ton und Papier zur Verfügung. Eine Lehrküche, ein Musik- und ein Theaterraum sowie Differenzierungsräume als Fachräume komplettieren das Angebot. Die Lehrküche wurde im Jahr 2000 durch den Förderverein völlig neu eingerichtet. Für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern mit umfassender Behinderung ist in beiden Gebäuden ein Raum mit Klangwasserbett, Bällchenbad und anderen, für diese Schülergruppe wichtigen Materialien, ausgestattet.

Integration von Menschen mit Behinderung fördern

Die pädagogische Arbeit an der Wartbergschule ist von dem Ziel geprägt, für die Schülerinnen und Schüler ein Höchstmaß an Integration in gesellschaftliche Zusammenhänge zu erreichen. So prägen Erziehung zur Selbständigkeit, handlungsorientiertes Lernen und die Förderung der Persönlichkeit den Unterricht. Häufige Unterrichtsgänge, Schwimmunterricht in öffentlichen Schwimmbädern und die jährlich regelmäßig stattfindenden Klassenfahrten sind wichtige Bestandteile des Schulalltags. Der besondere Aspekt des Unterrichts an außerschulischen Lernorten ist es, die Schülerinnen und Schüler in die Öffentlichkeit zu integrieren um ein angemessenes Verhalten im öffentlichen Raum mit den Schülerinnen und Schülern zu üben und zum Anderen die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen in der Öffentlichkeit zu fördern.

Leistungsnoten gibt es in den Zeugnissen der Schülerinnen und Schüler in der Wartbergschule nicht. Es werden Berichtszeugnisse erstellt, die den Lern- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler beschreiben. Das Zeugnis nach Erfüllung der Schulpflicht wird nicht als Abgangs- oder Abschlusszeugnis differenziert. Es gibt die Stufe an, aus welcher die Schülerin oder der Schüler entlassen wird. Nach der Schulzeit schließt sich für die allermeisten Schülerinnen und Schüler der Besuch einer Werkstatt für behinderte Menschen an.



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