Tiergesundheitsschutz und Tierseuchenbekämpfung
Maul- und Klauenseuche
Dies hat eine große gesundheitliche und volkswirtschaftliche Bedeutung.
Bei hoch kontagiösen Tierseuchen (z.B. MKS) kann dies nicht nur ein kreisbezogener volkswirtschaftlicher Schaden sein, sondern kreisübergreifend, länderübergreifend, ja sogar europa- bis weltweite Bedeutung erlangen.
Der Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere vor Tierseuchen, gegen die sich ein einzelner Tierhalter nur ungenügend wehren kann (MKS, Schweinepest, Bluetongue , Geflügelpest u.a.) und die Bekämpfung der vom Tier auf den Menschen übertragbaren Krankheiten, sogenannter Zoonosen (Tollwut, Psittakose u.a.) stellen die wichtigsten Aufgaben dar.
In der Praxis bedeutet dies eine ausführliche fachbezogene Beratung, Betreuung und Überprüfung der Landwirte und deren Tierbestände sowie eine Überprüfung und Kontrolle des kreisübergreifenden, länderübergreifenden, teilweise auch europa- und weltweiten Tierverkehrs.
Im Wetteraukreis gibt es z.Zt. ca. 590 Rinderbestände mit ca. 21.420 Rindern,
ca. 800 Schweinebestände mit ca. 25.285 Schweinen und ca. 440 Schafbestände mit ca. 12.349 Schafen.
Für die Durchführung der operativen Aufgaben stehen dem Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz z.Zt. 1 Tierarzt und 2 Tierärztinnen sowie zu deren Unterstützung 1 Tiergesundheitsaufseher und 1 Tiergesundheitsaufseherin zur Verfügung.
Im Seuchenfall ist äußerst schnell und fachlich fundiert zu handeln, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche unbedingt zu verhindern.
Dabei sind möglicherweise ganze Tierbestände zu keulen, die toten Tiere fachgerecht über die Tierkörperbeseitigungsanstalt unter seuchenhygienischen Gesichtspunkten zu entsorgen, die Betriebe zu reinigen und zu desinfizieren.
Sperr- und Beobachtungsgebiete sind einzurichten und zu überwachen.
Exemplarisch für die Bekämpfung und die Prophylaxe einer Tierseuche ist die Bekämpfung der Tollwut.
Fuchs mit Tollwutverdacht
Dabei werden im Frühjahr und im Herbst die Impfstoffkapseln vom Flugzeug aus abgeworfen. Zusätzlich werden in den ortsnahen Bereichen Impfköder per Hand ausgelegt. Dies findet in bewährter und erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung und den Jagdausübungsberechtigten des Wetteraukreises statt.
Benötigte Unterlagen
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