Umweltschutzpreis

Umweltschutzpreis



Paul war der heimliche Star des Abends – ein Zipfelkrötenfrosch, dessen Lebensraum, der tropische Urwald, bedroht ist. Professor Hans-Peter Ziemek hatte ihn mitgebracht zur Verleihung des Wetterauer Umweltschutzpreises als anschauliches Beispiel für die Bedeutung des Naturschutzes.

Und Paul passte bestens in die Feierstunde, denn der 31. Umweltschutzpreis geht an den Amphibienschutzbeauftragten des Wetteraukreises Hans-Georg Dittgen (Butzbach). Dittgen sorgt seit 1990 mit dafür, dass zwischen Taunus und Vogelsberg Molche, Kröten und Frösche (über)leben können. Aus der Hand von Landrat und Umweltdezernent Joachim Arnold erhielt Dittgen im Plenarsaal des Kreishauses die Urkunde. Reinhold Stock aus Nidda wurde für seine langjährige Tätigkeit im Natur- und Umweltschutz mit einer Belobigung gewürdigt.

Hans-Georg Dittgen ist seit über 30 Jahren ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz aktiv, hauptsächlich im Raum Butzbach. Der ehemalige Lehrer der Bad Nauheimer Solgrabenschule pflegt Orchideenstandorte, kümmert sich um die Errichtung von Amphibienzäunen im Frühjahr, ist für die Statistik zuständig und sammelt die Daten der Ortsgruppen zur Wanderung der Amphibien. Dittgen erhielt den mit 2000 Euro dotierten Preis auch für seine Aktivitäten im Vorstand des Kreisverbandes des Naturschutzbundes Deutschland (NABU).

Als "Allroundnaturschützer" bezeichnete der Landrat Reinhold Stock. Für seine Leistungen erhielt der Unter-Schmittener eine Belobigung, die mit einer Zuwendung von 500 Euro verbunden ist. Stock ist seit vielen Jahren in der Vogel- und Naturschutzgruppe Ober-Schmitten tätig. Seit 25 Jahren bekleidet er außerdem das Amt des Fachwarts für Ameisen im Ortsverband Nidda und Umgebung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Einen großen Bogen von der Wetterau über die Meere nach Südamerika und Afrika schlug Professor Ziemek in seinem Festvortrag "Lokaler Naturschutz auf dem sich ständig wandelnden Planeten erde – ist das überhaupt sinnvoll?" Nach den Ausführungen des geschäftsführenden Direktors des Instituts für Biologiedidaktik an der Uni Gießen stellte sich den Zuhörern eher die Frage, ob dies überhaupt möglich ist.

Die Preisverleihung, von Hendrik Hollender von der Unteren Naturschutzbehörde in gewohnt lockerer Weise   moderiert, wurde musikalisch vom Gitarrenduo Simon Gruber und Leander Gronau von der Musikschule Friedberg umrahmt.


Benötigte Unterlagen


Rechtliche Grundlagen
Richtlinien des Kreisauschusses des Wetteraukreises vom 13.01.2004



Links
31. Umweltschutzpreis des Wetteraukreises soll vergeben werden


Zuständig
Naturschutz und Landschaftspflege