Kreisverwaltung Wetterau

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Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis

Sobald ein Inhaber/eine Inhaberin einer ausländischen Fahrerlaubnis den Wohnsitz (Meldeadresse) nach Deutschland verlegt unterliegt er/sie dem deutschen Fahrerlaubnisrecht.
Generell berechtigen ausländischen Fahrerlaubnisse (nicht aus EU-/EWR-Staaten) ab der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland zunächst für 6 Monate zum Führen von Kraftfahrzeugen der erteilten Fahrerlaubnisklassen. Danach muss die Umschreibung erfolgen. Diese Frist kann von uns auf Antrag um weitere 6 Monate verlängert werden, wenn Sie uns nachweisen, dass Sie sich höchstens 1 Jahr im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland aufhalten (z.B. durch eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers).
Bei der Umschreibung werden ausländische Fahrerlaubnisse allerdings unterschiedlich anerkannt.

Bei den ausländischen Führerscheinen wird daher zwischen 3 Gruppen von Ausstellungsstaaten unterschieden:

Führerscheine aus EU/EWR-Mitgliedstaaten
Für Inhaber einer Fahrerlaubnis aus einem Mitgliedstatt der Europäischen Union (EU) oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) besteht keine Verpflichtung ihre Fahrerlaubnis in eine deutsche Fahrerlaubnis umzuschreiben bzw. umzutauschen, da diese bzw. die daraus resultierenden Fahrberechtigungen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland weiter gelten.
Ausnahmen:

  • Ablauf der Gültigkeit der Klassen C und D und Ihrer Unter- und Anhängerklassen (C1, C1E, CE, D1, D1E und DE),
  • Befristung der mitgebrachten EU- oder EWR-Fahrerlaubnis,
  • im Rahmen des polnischen "Führerscheinzwangsumtausches? ungültig gewordene polnische Altführerscheine (Ablauffristen können bei uns erfragt werden)

Führerscheine aus den Staaten gem. Anlage 11 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
In Anlage 11 der Fahrerlaubnisverordnung sind diejenigen Staaten verzeichnet, deren Führerscheine bei der Umschreibung weitestgehend anerkannt werden und meist prüfungsfrei umgeschrieben werden können. Grundsätzliche Voraussetzung: Gültigkeit des Führerschein bei Antragstellung.
Wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme in diese Anlage ist, dass die Qualität der Fahrausbildung den Verhältnissen in den EU-Staaten entspricht und zudem eine Anerkennung und Umschreibung deutscher Führerschein in diesem Staat ebenfalls möglich ist (Gegenseitigkeitsabkommen muss bestehen). Diese Anlage wird ständig fortgeschrieben.

Führerscheine aus sonstigen Staaten (Drittstaaten)
Führerscheine aus diesen Staaten können zwar umgeschrieben werden, es ist jedoch grundsätzlich eine theoretische und praktische Prüfung abzulegen.

Allgemeine Voraussetzungen für die Umschreibung:

  • Persönliche Vorsprache
  • Gültige ausländische Fahrerlaubnis
  • Lernführerscheine oder andere nur vorläufig ausgestellte Führerscheine berechtigen nicht zur Umschreibung
  • Dauer des Auslandsaufenthaltes mindestens 185 zusammenhängende Tage
  • (Führerscheine, die im Rahmen von Ferien- bzw. Urlaubsaufenthalten erworben wurden, können nicht umgeschrieben werden)

Inwieweit eine Umschreibung Ihrer Fahrerlaubnis unter erleichterten Bedingungen (ohne erneute Abnahme bzw. nur teilweiser Abnahme einer Fahrerlaubnisprüfung) erfolgen kann, ist bei der Vielzahl der ausländischen Fahrerlaubnisse im Einzelfall zu prüfen. Wir empfehlen wir Ihnen daher, sich vor der Antragstellung telefonisch mit uns in Verbindung zu setzen oder aber persönlich (hier kann die Vorsprache auch durch bevollmächtigte Personen erfolgen) bei uns vorzusprechen.

Antrag auf Umschreibung ausländische Fahrerlaubnis

Benötigte Unterlagen

Diese Unterlagen müssen immer vorgelegt werden:

  • ein aktuelles Lichtbild (35 x 45 mm) - biometrisch
  • Opens internal link in current windowFührerscheinantrag (Antrag in der Fahrschule oder bei uns erhältlich - auch als Download)
  • gültiger Personalausweis, Reisepass oder gültiger Passersatz
  • nationaler Führerschein mit Übersetzung (Übersetzung nur zugelassen von: Konsulat, Automobilclub, amtlich anerkannten und vereidigten Übersetzer bzw. Dolmetscher)

Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis, die nicht von einem EU-, EWR- oder Anlage 11-Staat ausgestellt wurde, müssen eine theoretische und praktische Prüfung ablegen und benötigen zusätzlich:

  • Name und Anschrift der Fahrschule
  • Bescheinigung über die Teilnahme an einem Lehrgang "Sofortmaßnahmen am Unfall­ort" oder Erste Hilfe (nur bei Klassen C und D)
  • bei Klassen AM, A1, A 2, A, B, BE, L, und T
    Sehtest (Sehtestbescheinigung vom Optiker) - nicht älter als 2 Jahre
  • bei Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D und DE
    - Opens internal link in current windowaugenärztliches Zeugnis/Gutachten nach Anlage 6 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) - nicht älter als 2 Jahre
    - Opens internal link in current windowBescheinigung über die ärztliche Untersuchung nach Anlage 5 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) - nicht älter als 1 Jahr
    - Betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten bezüglich Belastbarkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsleistung, Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsfähigkeit - nicht älter als 1 Jahr

Kosten

Die Gebühr für die Umschreibung beträgt bei

EU-, EWR- und Anlage 11-Staaten
ohne Probezeit - 35,00 Euro
mit Probezeit - 35,80 Euro

allen anderen Staaten
ohne Probezeit - 42,60 Euro
mit Probezeit - 43,40 Euro

Besonderes

Grundsätzlich müssen Sie bei straf- oder verkehrsrechtlichen Auffälligkeiten und/oder gesundheitlichen Mängeln mit der Anordnung einer fachärztlichen und/oder medizinisch-psychologischen Untersuchung rechnen.

Der ausländische Führerschein ist bei der Aushändigung bzw. Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis einzuziehen und kann Ihnen auch nicht entwertet wieder ausgehändigt werden.
Ausgenommen hiervon sind Führerscheine aus Japan oder China.


Ansprechpartner/innen

Fachdienst Ordnungsrecht - Führerscheinangelegenheiten

Name Telefon Fax Raum E-Mail
. Fahrerlaubnisbehörde 06031 83- 06031 83-2138 E-Mail

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachstelle Führerscheinangelegenheiten Europaplatz Gebäude A
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