Kreisverwaltung Wetterau

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Integration von Kindern mit Behinderung in Kindertagesstätten und Schulen

Im Rahmen von Eingliederungshilfe von Kindern mit Behinderung in die Gesellschaft ist es die Aufgabe des örtlichen Sozialhilfeträgers dem Kind die Teilnahme am Besuch einer wohnortnahen Kindertagesstätte, als auch Schule durch eine Integrationsmaßnahme zu ermöglichen oder zu erleichtern. Jedem Kind mit Behinderung soll die Eingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden, um alle Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen.

Voraussetzung für einen Integrationsplatz in der Kindertagesstätte:
Kinder vom vollendeten 1. Lebensjahr bis Schuleintritt, die eine drohende oder nachgewiesene Behinderung haben und die aufgrund ihrer Behinderung zusätzlicher Hilfen bedürfen, zählen zu dem anspruchsberechtigten Personenkreis für den Besuch einer Kindertagesstätte.
Notwendige zusätzliche pflegerische und medizinisch-therapeutische Hilfen fallen in den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. der Pflegeversicherung und werden durch diese abgedeckt.

Ist eine Kindertagesstätte/Kindergarten zur Betreuung von Kindern mit Behinderung berechtigt, so steht zusätzliches Betreuungspersonal mit 15 Wochenstunden einer Fachkraft pro Kind mit Behinderung für die Sicherstellung der zusätzlichen Hilfen zur Verfügung. Der Wetteraukreis als örtlicher Träger der Sozialhilfe vergütet diesen Aufwand mit einer Maßnahmenpauschale.

Da die Integration Tageseinrichtung im unmittelbaren Wohnumfeld des Kindes mit Behinderung stattfinden wird, entstehen in der Regel keine Beförderungskosten.

Eine Übernahme von Beförderungskosten erfolgt nur,  wenn die medizinische Notwendigkeit gegeben ist und die Beförderung des Kindes mit Behinderung in die nächstgelegene Kindertagesstätte mit anderen Kindern wegen der Behinderung nicht möglich ist.

Voraussetzungen für einen Integrationsplatz in der Schule:
In Schulen ist es die Aufgabe des örtlichen Sozialhilfeträgers dem Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft durch Eingliederungshilfe zu ermöglichen oder zu erleichtern. Eine Maßnahme der Eingliederungshilfe ist die Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung.

Diese umfasst Maßnahmen zugunsten von Kindern mit Behinderung, wenn sie geeignet sind den Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht oder der Sonderschulpflicht im Rahmen ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen oder zu erleichtern. Im Einzelfall kann dies bedingen, dass dem Kind ein Teilhabeassistent/ eine Teilhabeassistentin für den Schulbesuch zur Seite gestellt wird.

Lassen Grad und Schwere einer Behinderung ein Erreichen der Schule mittels zur Verfügung stehender Schulbusse nicht zu, so besteht abweichend von den durch die Verkehrsgesellschaft Oberhessen organisierten Fahrtmöglichkeiten, eine auf die individuellen Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung abgestimmten Beförderung zu finanzieren.

Bei Integrationsmaßnahmen sind alle Möglichkeiten einer kostengünstigen Beförderung zu nutzen.

Benötigte Unterlagen

Für die Antragstellung bei der Betreuung in Kindertagesstätten werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Formeller Antrag der/des Erziehungsberechtigten und des Kindertagesstättenträgers auf einen Integrationsplatz in einer Tageseinrichtung (siehe Download) 
  • ärztliche Befunde (wenn vorhanden)

Entsprechende Vordrucke (Antragsformular und Hilfeplan) befinden sich unten unter der Rubrik "Download"

 

Für die Antragstellung bei der Integration an Schulen werden folgende Unterlagen benötigt:

Teilhabeassistent/Teilhabeassistentin

  • formloser Antrag durch die Erziehungsberechtigten
  • Bestätigung der Schule über Notwendigkeit der Betreuung mit Definition der Verrichtungen sowie in welchem Umfang Hilfen benötigt werden
  • Stellungnahme der Schule aus welchen Gründen die benötigten Hilfen nicht durch die Schule sichergestellt werden können
  • Zuweisung zur Schule (Bescheid des Staatlichen Schulamtes)
  • Stundenplan
  • ärztliche Befunde (wenn vorhanden)

Bei Schülerbeförderungsmaßnahmen

  • formloser Antrag der Erziehungsberechtigten
  • kurze Erläuterung aus welchen Gründen die Nutzung der zur Verfügung stehenden öffentlichen Verkehrsmittel nicht möglich ist
  • Vorlage von mindestens zwei Kostenvoranschlägen von Beförderungsunternehmen
  • Zuweisung zur Schule (Bescheid des Staatlichen Schulamtes)
  • ärztliche Befunde (wenn vorhanden)

Dokumente

Ansprechpartner/innen

Integrationsmaßnahmen in Kindertagesstätten

Name Telefon Fax Raum E-Mail
Claudia Göbel 06031 83-3328 06031 83-913328 47 E-Mail

Integrationsmaßnahmen in Schulen

Name Telefon Fax Raum E-Mail
Manuel Hofmann 06031 83-3329 06031 83-913329 69 E-Mail

Zuständig

Fachdienst Familienförderung

Gesundheitsausweis: keine Sprechtage am 20./21. 12.

Am Mittwoch, den 20.12.2017 und am Donnerstag, den  21.12.2017 finden keine Sprechtage zum Gesundheitsausweis statt.

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachdienst Jugendhilfe Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Petra Schmidt Telefon 06031 83-3301 Fax 06031 83-913301 E-Mail Petra Schmidt