Kreisverwaltung Wetterau

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Marginal Beschäftigte im Wetteraukreis

Entwicklung der marginalen Beschäftigung in den Jahren 2003 bis 2015

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In der aktuellen Statistik der Erwerbstätigen, zu denen auch die marginal Beschäftigten zählen hat eine Rückberechnung bis zum Jahr 1991 stattgefunden. Für die marginal Beschäftigten werden aber erst Daten ab dem Jahr 2003 ausgewiesen. Diese stellen ebenfalls Jahresdurchschnittswerte dar.
Als marginal Beschäftigte werden hier Arbeiter oder Angestellte ausgewiesen, die keine voll sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausüben jedoch nach dem internationalen Konzept als erwerbstätig gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens 1 Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland ausschließlich geringfügig Beschäftigte d. h. geringfügig Entlohnte oder kurzfristig Beschäftigte sowie Beschäftigte in Arbeitsgelegenheit (sogenannte Ein-Euro-Jobber).
Im Wetteraukreis hat sich die Zahl der marginal Beschäftigten vom Jahr 2003 bis zum Jahr 2015 von 17.100 um exakt 1.000 auf 18.100 erhöht, das sind 5,85 % mehr als vor 12 Jahren. Im hessischen Vergleich bedeutet die relative Entwicklung Rang 15. Die höchste relative Entwicklung war in Frankfurt, der kreisfreien Stadt Offenbach und dem Main-Taunus-Kreis mit Zunahmen zwischen 36,58 % und 23,81 % zu ermitteln während im Landkreis Kassel, Hersfeld-Rotenburg, dem Werra-Meißner-Kreis, dem Lahn-Dill-Kreis, dem Hochtaunuskreis und dem Schwalm-Eder-Kreis die marginalen Beschäftigungen zwischen 11,84 % und 0,87 % abgenommen haben. Die entsprechenden langfristigen Entwicklungen sind der oben stehenden Kartografie zu entnehmen.
Im kurzfristigen Vergleich wurde diese Beschäftigungsform in nur 2 hessischen Gebietskörperschaften gefördert, nämlich in der kreisfreien Stadt Frankfurt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die marginalen Beschäftigungen haben sich hier binnen eines Jahres um 0,78 % bzw. 0,56 % erhöht. Im Landkreis Bergstraße, dem Main-Kinzig-Kreis und dem Rheingau-Taunus-Kreis ist der Wert auf gleichem Niveau stagniert und in allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten Hessens gingen die prekären Beschäftigungen zwischen 0,53 % im Landkreis Marburg-Biedenkopf und 4,96 % im Landkreis Kassel zurück.

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Marginal Beschäftigte

Veränderung

Anteil der marginal
Beschäftigten an den

 

2003

2015

absolut

%

Erwerbstätigen 2015 %

Darmstadt, Wissenschaftsstadt

11.400

13.800

2.400

21,05

10,60

Frankfurt am Main, Stadt

38.000

51.900

13.900

36,58

7,64

Offenbach am Main, Stadt

6.100

7.700

1.600

26,23

11,63

Wiesbaden, Landeshauptstadt

14.700

18.000

3.300

22,45

9,88

Bergstraße

17.200

17.900

700

4,07

16,81

Darmstadt-Dieburg

15.200

18.000

2.800

18,42

16,90

Groß-Gerau

12.000

14.400

2.400

20,00

12,10

Hochtaunuskreis

14.400

14.100

-300

2,08

11,86

Main-Kinzig-Kreis

23.100

25.300

2.200

9,52

14,42

Main-Taunus-Kreis

10.500

13.000

2.500

23,81

11,06

Odenwaldkreis

6.000

6.500

500

8,33

16,80

Offenbach

22.100

22.200

100

0,45

13,94

Rheingau-Taunus-Kreis

10.100

11.400

1.300

12,87

17,25

Wetteraukreis

17.100

18.100

1.000

5,85

14,96

Reg.-Bez. Darmstadt

218.200

252.200

34.000

15,58

11,53

Gießen

19.700

21.900

2.200

11,17

16,27

Lahn-Dill-Kreis

19.500

18.700

-800

4,10

14,95

Limburg-Weilburg

11.300

12.300

1.000

8,85

16,18

Marburg-Biedenkopf

15.900

18.800

2.900

18,24

14,79

Vogelsbergkreis

7.600

7.800

200

2,63

16,88

Reg.-Bez. Gießen

74.000

79.500

5.500

7,43

15,62

Kassel, documenta-Stadt

17.400

19.100

1.700

9,77

12,69

Fulda

17.200

17.800

600

3,49

14,06

Hersfeld-Rotenburg

8.200

7.700

-500

6,10

12,34

Kassel

15.200

13.400

-1.800

11,84

13,91

Schwalm-Eder-Kreis

11.500

11.400

-100

0,87

14,88

Waldeck-Frankenberg

10.500

10.800

300

2,86

12,75

Werra-Meißner-Kreis

6.700

6.400

-300

4,48

15,02

Reg.-Bez. Kassel

86.600

86.500

-100

0,12

13,53

Hessen

378.800

418.100

39.300

10,37

12,54

 

 

 

Anteil der marginal Beschäftigten an den Erwerbstätigen in den hessischen Gebietskörperschaften

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Der oben stehenden Kartographie ist der Anteil der marginal Beschäftigten an den Erwerbstätigen 2015 zu entnehmen. Den höchsten Anteil dieser Beschäftigtengruppe an den Erwerbstätigen ist mit 17,2 % für den Rheingau-Taunus-Kreis zu ermitteln. Hohe Anteile mit über 16 % der geringfügig Beschäftigten an den Erwerbstätigen haben weiterhin die  Landkreise Darmstadt-Dieburg, Vogelsberg, Bergstraße, Odenwald, Gießen und Limburg-Weilburg. Der Wetteraukreis rangiert mit exakt 15 % in dieser Betrachtung auf dem hessischen Rang 9. Unter 10 % dieser Beschäftigtenform an den Erwerbstätigen ist für Frankfurt am Main mit 7,6 % und der Landeshauptstadt Wiesbaden mit 9,9 % zu ermitteln.

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Dieser Graphik ist schließlich die Entwicklung der Erwerbstätigen, der Arbeitnehmer und der marginal Beschäftigten in den Jahren 2003 bis 2015 im Wetteraukreis zu entnehmen, wobei hier die Werte des Jahres 2003 mit einhundert Prozent gleichgesetzt werden. Es wird deutlich, dass sich die marginal Beschäftigten im Zeitraum von 2003 bis 2009 mit einer Zunahme um 15,79 % zunächst am dynamischsten entwickelt haben und in den Folgejahren bis zum Jahr 2015 wieder kontinuierlich auf 5,85 % gesunken sind. Die Arbeitnehmer hatten im Jahr 2005 mit 99,69 % den niedrigsten Stand in ihrer Entwicklung in den betrachteten Jahren. Im Jahr 2015 konnten schließlich sowohl die Erwerbstätigen als auch die Arbeitnehmer die Entwicklung der marginal Beschäftigten wieder überholen.

Wetteraukreis

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