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Altersarmut - Landrat Weckler eröffnet Ausstellung

Landrat Jan Weckler und Richard Kunkel vom Wetterauer Bündnis für soziale Gerechtigkeit.

Das Thema Altersarmut betrifft in Deutschland etwa eine Million Rentner, mit steigender Tendenz. Gründe dafür sind der wachsende Niedriglohnsektor und das sinkende Rentenniveau. Die jetzt von Landrat Jan Weckler eröffnete Ausstellung zeigt anhand des Beispiels von 13 Menschen, im Alter zwischen 20 und 77 Jahren, warum Altersarmut für sie ein Thema ist oder in Zukunft sein wird. Die Wanderausstellung wurde vom Fototeam Hessen e.V. in Kooperation mit dem DGB und Gewerkschaften in der Region Südosthessen erstellt und vom Bündnis für Soziale Gerechtigkeit in die Wetterau geholt.

„Die Wanderausstellung zeigt deutlich, dass nicht individuelles Fehlverhalten allein, sondern zum Teil auch politische Entscheidungen Menschen im Alter arm machen können. Altersarmut ist ein Thema, das die Politik in unserem Land noch lange beschäftigen wird. Ziel muss es sein, allen Menschen ein würdiges Auskommen zu ermöglichen, erst recht, wenn sie ein Leben lang gearbeitet haben. Deshalb müssen wir die strukturellen Bedingungen verbessern, um Menschen aus prekärer Arbeit herauszuführen“, so Landrat Jan Weckler.

Die Intention des Bündnisses ist es, dazu beizutragen, für ein gutes Leben für alle, für Teilhabe, Gerechtigkeit und sozialen Frieden einzutreten. Die Ausstellung ist ein wichtiger Schritt der Realität von Altersarmut ins Gesicht zu sehen. Dazu dient und provoziert diese Ausstellung.

Richard Kunkel von der katholischen Betriebsseelsorge und einer der Sprecher des Bündnisses erläutert dazu: „Obwohl Zahlen und Fakten schwarz auf weiß vorliegen, entsteht bisweilen der Eindruck, dass das Thema noch immer nicht als besorgniserregendes gesellschaftliches Problem ausreichend im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen ist“. Mehr als eine Million Rentner müssen schon heute ihre Rente aufstocken. Ihre Zahl nimmt ständig zu, da der Niedriglohnsektor wächst und gleichzeitig das Rentenniveau sinkt. Ein Problem, das auch Menschen im Wetteraukreis betrifft.

Die einzelnen Ausstellungstafeln konfrontieren die Besucherinnen und Besucher mit Menschen, die von Armut bedroht und betroffen sind. Sie konfrontieren mit Biografien, die die Verarmungsstrukturen in unserem Wohlstandsland dokumentieren. Damit wolle man zu kritischen Diskussionen anregen und zur Umkehr einer Gesellschaft, die sich um der Würde der Menschen willen Altersarmut nicht leisten dürfe.

Die Ausstellung „Altersarmut“ ist noch bis zum 16. November im Foyer des Kreishauses am Friedberger Europaplatz, Gebäude B, während der Öffnungszeiten zu sehen: montags bis mittwochs, von 7:30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr.

veröffentlicht am: 31.10.2018

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