Kreisverwaltung Wetterau

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Archäologisch-naturkundlicher Rundweg in Limeshain

Von links: Frank Uwe Pfuhl, der das Konzept für den Rundweg erarbeitet hat, Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Landrat Jan Weckler, Stine Kockrick vom Geschichtsverein Limeshain, Beigeordnete Gudrun Gimplinger, Agenda Sachbearbeiter Ralf Antonowitsch und Klaus Karger von der Wirtschaftsförderung Wetterau.

Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 36.000 Euro haben Landrat Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Matthias Walther dieser Tage an Vertreter der Gemeinde Limeshain übergeben.

„Mit den Fördermitteln soll der bestehende archäologisch-naturkundliche Lehrpfad aus den 90er Jahren neu gestaltet und durch neue Schautafeln aufgewertet werden. Entlang des Lehrpfades sollen themengerechte Spiel- und Erlebnisstationen errichtet werden“, teilt Landrat Jan Weckler mit.

„Der archäologisch-naturkundliche Rundweg in Limeshain besteht schon seit mehr als 20 Jahren und kann eine Neugestaltung und Aufwertung gut gebrauchen. Dabei hat die Gemeinde Limeshain mit dem deutlich sichtbaren römischen Grenzwall ein touristisches Pfund, das mit dem aufgewerteten Lehrpfad noch besser vermarktet werden kann“, begründet Kreisbeigeordneter Matthias Walther den Zuschuss aus EU-Mitteln, der in die Gesamtstrategie der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen passt und die Handlungsfelder „Tourismus und Naherholung“ und „Kulturlandschaft“ bedient. Mit der Aufwertung des Lehrpfades wird gleichzeitig auch die Regionalparkroute Limes und der durch Limeshain verlaufende deutsche Limes-Wander- und Radweg aufgewertet.

Über den aktuellen Lehrpfad können Besucherinnen und Besucher die authentische Limesanlage, den archäologisch experimentell rekonstruierten Limeswachtturm, aber auch Kunstobjekte, wie etwa das „römische Schwert und Schild“ des Künstlers Jox Reuss erreichen. Zudem befinden sich am Wegesrand naturkundliche Besonderheiten wie eine Nistkasten-Infostelle, eine Hirschkäfer-Brutstätte sowie besondere Baumarten, wie etwa eine Gruppe Mammutbäume.

„Mit der Neugestaltung des Lehrpfades und neuen Schautafeln wollen wir eine aktive Wissensvermittlung als Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher, insbesondere für Familien und Senioren schaffen“, sagte Beigeordnete Gudrun Gimplinger in Vertretung von Bürgermeister Adolf Ludwig bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

Gleichzeitig wolle man durch eine prägnante Umbenennung besser auf dieses attraktive Besuchsziel hinweisen. Neben einem einheitlichen Beschilderungssystem sind Spiel- und Erlebniselemente sowie ein GPS-gestütztes Geocaching-System zur Geländeerkundung und Fragen zu Germanen, Römern und dem Naturraum geplant. Ein Audioführer wird an zehn Stationen entsprechende Beiträge liefern. Zudem wird die Vernetzung mit Rad- und Wandertouren vorangetrieben.

Hintergrund: LEADER-Region Wetterau/Oberhessen

Der „archäologisch-naturkundliche Rundweg in Limeshain“ wird aus Mitteln des LEADER-Programms gefördert. LEADER steht dabei für „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ und ist ein Entwicklungsprogramm der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlich geprägter Regionen. Wesentliche Grundlagen sind das Engagement der Region, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen.

Für die Förderperiode 2014 bis 2020 sind 17 Wetterauer Kommunen als LEADER-Region Wetterau/Oberhessen anerkannt worden. Zur LEADER-Region gehören die Kommunen Altenstadt, Büdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg und Wölfersheim.

In diesem Förderzeitraum stehen für die Region rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung, die im Wesentlichen von der Europäischen Union bereitgestellt werden. Ergänzt werden diese Gelder durch geringe Anteile aus den Haushalten des Bundes und des Landes.

Basis für die Anerkennung war das im Jahre 2014 in einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess erarbeitete Regionale Entwicklungskonzept (REK), das nun umgesetzt werden soll.

Über Projekte, die mit Hilfe dieses Förderprogramms in der Region umgesetzt werden sollen, entscheidet ein 22-köpfiges ehrenamtliches Gremium aus Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Politik. Nähere Informationen zum LEADER-Programm gibt es auch auf der Seite der Öffnet externen Link in neuem FensterWirtschaftsförderung Wetterau.

veröffentlicht am: 06.12.2018

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