Kreisverwaltung Wetterau

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Ausstellung zum Welt-AIDS-Tag in der Kreisverwaltung

Von links: Anneke Heidmann (Aidshilfe Gießen), Doris Rumpf (Gesundheitsamt), Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch, Annette Schütz (Gesundheitsamt).

„Mit einer Ausstellung rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wollen wir gemeinsam mit der Öffnet externen Link in neuem FensterAids-Hilfe Gießen ein Zeichen gegen die Ausgrenzung von Menschen, die das HI-Virus in sich tragen, setzen“, erläuterte Sozialdezernentin Stephanie-Becker-Bösch bei der Eröffnung. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Dezember im Friedberger Kreishaus zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.

In Deutschland leben rund 87.000 Menschen mit HIV. 86 Prozent aller Betroffenen, die von ihrer Infektion wissen, stehen unter erfolgreicher, hochwirksamer medizinischer Therapie. Dadurch haben sie eine normale Lebenserwartung, nahezu keine Einschränkungen in Alltag und Beruf und sind vor allem nicht mehr ansteckend.

Trotz dieser Fakten sehen sie sich oftmals mit irrationalen Ängsten vor Ansteckung konfrontiert und werden stigmatisiert. Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung wiegt daher oft schwerer als die Infektion selbst.

Aktuelle Kampagne ruft dazu auf, Ausgrenzung zu überwinden

Das Motto „Wir können positiv zusammenleben–weitersagen!“ der bundesdeutschen Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ruft alle Menschen auf, diese Ausgrenzung zu überwinden. Jede und jeder kann durch das Tragen der roten Schleife ein Zeichen der Solidarität für Menschen, die mit HIV leben, setzen. Aber nur wer gut informiert ist, kann auch aktiv dazu beitragen, dass sich ein gesellschaftlicher Wandel in der Wahrnehmung von HIV vollzieht.

Dazu gehört auch das Wissen über geeignete Schutzstrategien. Seit kurzem ist es auch in Deutschland möglich sich die „Pille gegen HIV“ (PrEP: PräExpositionsProphylaxe) verschreiben zu lassen. Regelmäßig eingenommen, schützt sie mindestens genauso zuverlässig vor einer HIV-Infektion wie das Kondom.

Kostenlose Beratung im Kreishaus

Das Beraterteam der Aidshilfe Gießen e. V. steht immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr in Zimmer 187a des Kreishauses am Europaplatz für ausführliche Informationen und Öffnet externen Link in neuem FensterBeratung, auch telefonisch unter 06031/19411, zur Verfügung. Ein anonymer HIV-Antikörpertest kann für zehn Euro gleich im Anschluss von den Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes ebenso durchgeführt werden wie der kombinierte HIV/Syphilis-Antikörpertest, ein Angebot, das sich an alle Menschen, jedoch speziell an Männer, die Sex mit Männern haben, richtet.

„Gesundheit ist unser höchstes Gut. Ich möchte all diejenigen animieren, sich testen zu lassen, die sich unsicher sind. Mit medizinischer Hilfe können sie lernen, mit der Krankheit umzugehen und ihr Leben weiter zu leben“, so Stephanie Becker-Bösch.

Aidshilfe Gießen bittet um Spenden

Die Aidshilfe Gießen sieht ihre wesentliche Aufgabe darin, durch Aufklärung verantwortliches Handeln zu ermöglichen sowie gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung anzugehen. Um diese Arbeit leisten zu können, ist die Aidshilfe Gießen auf breite öffentliche Unterstützung, auf Mitglieder und freiwilliges soziales Engagement angewiesen.

Der „AIDS-Teddy 2017“ ist zum Symbol und Maskottchen der Aktivitäten rund um den Welt-Aids-Tag, geworden. Für eine Mindestspende von sechs Euro ist er bei allen Aktionen der Gießener AIDS-Hilfe zu haben. Für Spenden wurde das Konto DE45513500250225010704 bei der Sparkasse Gießen, SKGIDE5FXXX, eingerichtet. Weitere Informationen unter Telefon: 0641/390226.

veröffentlicht am: 28.11.2017

15. und 16. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An beiden Tagen sind nur Kundengespräche mit einem bereits vereinbarten Termin möglich. Telefon: 06031/83-2535, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail. Am Donnerstag, 17. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

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