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Degerfeldschule – Klassenraumcontainer steht

Landrat Jan Weckler (links) besichtigt die neue Klassenraum-containeranlage gemeinsam mit Bürgermeister Michael Merle (rechts), Schulleiterin Cornelia Jüttner-Tunkowski und Konrektor Daniel Genné.

Wie bereits im Frühjahr angekündigt, wird die Degerfeldschule in Butzbach aufgrund von steigenden Schülerzahlen und dem Ausbau von Ganztagsangeboten erweitert. Seit Ende November sind nun Klassenräume in Modulbauweise (Container) in Betrieb, die die Situation bis zu einem Neubau entspannen sollen.

Die Klassenraumcontaineranlage hat eine Grundfläche von 40 mal neun Metern, sie hat zwei Stockwerke und umfasst insgesamt sechs Räume. Drei von ihnen werden als regulärer Klassenraum genutzt, drei weitere werden als Betreuungs- und Differenzierungsräume vor allem für die Ganztagsangebote benötigt. Die Versorgung der Anlage mit Heizung, Strom und Wasser wurde unabhängig von der Schule eingerichtet.

Bis zum Schuljahr 2014/2015 war die Degerfeldschule durchgehend dreizügig, auf Grund eines starken Zuzugs und Verdichtung in Butzbach wurde ab dem abgelaufenen Schuljahr 2017/2018 bereits eine Vierzügigkeit erreicht. "Da die städtische Entwicklung rasant weitergeht, müssen wir zukünftig mit  fünf Klassen pro Jahrgang und damit insgesamt mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern an der Schule rechnen", erläutert Landrat Jan Weckler.

Da das bestehende Grundstück der Schule für Erweiterungen zu klein ist, hat die Stadt dem Kreis die Fläche für die Aufstellung der Klassen zur vorübergehenden Nutzung überlassen. Dafür hat der Kreis sämtliche Kosten für die Erschließung übernommen, auch der Abbau der im Baufeld stehenden Spielgeräte gehörte dazu. Zudem war eine aufwendige Gründung aufgrund der Hanglage des Grundstücks notwendig. Bei einer Besichtigung der neuen Klassenraumcontaineranlage gemeinsam mit Bürgermeister Michael Merle und Schulleiterin Cornelia Jüttner-Tunkowski wurde von Landrat und Schuldezernent Jan Weckler auch thematisiert, dass das Bauen an der Degerfeldschule immer durch den in unmittelbarer Nähe verlaufenden Limes geprägt sei. Vor dem Aufstellen der temporären Klassen habe es daher auch archäologische Untersuchungen gegeben.

Die neue Fläche wurde so eingerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler nun beim Klassenwechsel nicht mehr die Straßenseite wechseln müssen. Stattdessen besteht nun auch ein gefahrloser Durchgang bis zur städtischen Kita.

Aktuellen Planungen zufolge soll das Provisorium im Jahr 2023 durch einen regulären Bau abgelöst werden.

veröffentlicht am: 20.12.2018

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