Kreisverwaltung Wetterau

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Einzigartig in der Region – der Limeswachturm

Auf der Aufsichtsplattform des Limesturms. Von links: Bürgermeister Adolf Ludwig, Stephanie Becker-Bösch und die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Brigitte Dietz

Römer, Kelten, Mittelalter – die Spuren dieser drei bedeutenden Epochen sind an vielen Stellen in der Wetterau zu erkennen. Der rekonstruierte Limeswachturm in Limeshain ist eine Attraktion, wie Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch bei einer Besichtigung mit Bürgermeister Adolf Ludwig feststellte.

Der zehn Meter hohe Turm ist eine imposante Erscheinung, mitten im Wald von Rommelhausen. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Wetterau ihr römisches Erbe pflegt und für Besucherinnen und Besucher erlebbar macht. Die Wetterau war schon vor 2.000 Jahren sehr fruchtbar, daher besetzten sie die Römern gezielt zur Versorgung ihrer Truppen. Sie sicherten ihr neues Territorium durch einen Grenzwall, den Limes - mit hölzerner Palisade, Graben und Erdwall. Er war zusätzlich mit Kastellen und Beobachtungstürmen versehen. Die Türme - zunächst aus Holz, später aus Stein - standen jeweils in Sichtweite zueinander.

Im August 2013 weihte die Gemeinde Limeshain ihre authentische Rekonstruktion eines Limes-Wachtturmes ein. Gebaut wurde der Limeswachtturm in den Jahren 2010 bis 2013 als Projekt der experimentellen Archäologie. Dies bedeutet, dass der Bau detailgetreu erfolgte. Es wurden handgeschmiedete Nägel verwendet und es kamen nur Baustoffe zum Einsatz, die auch von den Römern verwendet wurden. Das Dach ist mit Schieferplatten gedeckt

„Der Limeswachtturm ist ein wichtiger Baustein in der Wetterauer ArchäologieLandschaft und eine hervorragende Ergänzung zu den archäologischen Schätzen der Wetterau, wie die Keltenwelten auf dem Glauberg“, so Stephanie Becker-Bösch. „Unsere Vergangenheit zu pflegen, archäologische Kleinode den Besucherinnen und Besuchern zugänglich zu machen und sich mit der Wetterau von früher und heute auseinanderzusetzen, das sind Kernpunkte für den Tourismus in der Wetterau. Die vielen Helferinnen und Helfer, die beim Bau des Limeswachturms viele Stunden mit Leidenschaft investiert haben können mit Fug und Recht behaupten, dass sie etwas Einzigartiges geschaffen haben.“

Während der Bauphase wurden immer wieder Führung über die Baustelle angeboten, sowie Natur- und Erlebnistage durchgeführt. „Die Menschen aus Limeshain und Umgebung haben den Bau tatkräftig unterstützt. Das professionelle Bauteam hatte immer Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde an der Seite. Das zeugt von einem Zusammenhalt in Limeshain“, so Bürgermeister Adolf Ludwig.

veröffentlicht am: 24.01.2018

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