Kreisverwaltung Wetterau

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Fahrer ist ein verantwortungsvoller Job

Holger Hartwig am Steuer seines Dienstwagens.

Der Arbeitstag vom Landrat und den Kreisbeigeordneten ist oft lang und von vielen Terminen geprägt. Häufig sind sie außerhalb der Verwaltung unterwegs, zu Ortsterminen, Besprechungen mit übergeordneten Verwaltungsbehörden oder auch zu Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis. Oft bleibt nur die Autofahrt, um sich auf den nächsten Termin vorzubereiten, oder sich am Telefon mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besprechen. Damit sie sich bei der Fahrt voll auf ihre Arbeit konzentrieren können, vertrauen sie häufig auf ihre Fahrer, die sie sicher zum Ziel bringen.

Holger Hartwig ist einer von derzeit drei Fahrern, die bei der Kreisverwaltung für den Chauffeurdienst angestellt sind. Ein vierter Fahrer fährt regelmäßig zwischen den Verwaltungsstellen in Büdingen und Friedberg hin und her, um wichtige Dokumente zu überbringen.

Im Gespräch räumt Hartwig gleich mit zwei Klischees auf. Der Beruf des Fahrers hat nicht mehr viel mit dem des Chauffeurs zu tun, wie man ihn noch aus alten Filmen kennt. Die Tür aufhalten und sich ehrfürchtig verbeugen muss sich niemand mehr. Vielmehr ist ein vertrauensvolles und wertschätzendes Verhältnis auf beiden Seiten notwendig.

„An manchen Tagen verbringen der Landrat und ich mehr Zeit miteinander als wir mit unseren Frauen. Da würde ein herrisches Auftreten auf Dauer nicht gut gehen“, berichtet Hartwig. Wichtiger sei es, ein Gespür für die jeweilige Situation zu gewinnen – wann ist wegen der Arbeit eher Ruhe angesagt, und wann bietet sich ein lockeres Gespräch an. Zugleich gilt es aufmerksam zu sein und in brenzligen Situationen auch mal energisch aufzutreten. „Zu vielen Terminen geht der Landrat ohne Begleitung. Da ist es wichtig, dass wir als Fahrer ein wachsames Auge für die Situation haben.“

Auf der anderen Seite genießt ein Fahrer des Landrats keine besonderen Rechte. So ist es ihm beispielsweise nicht gestattet, bei dringenden Terminen die Geschwindigkeit zu überschreiten, oder auf eine andere Art und Weise den Straßenverkehr zu gefährden. Für Strafzettel müssen die Fahrer selbst aufkommen. „Spinner haben in dem Beruf nichts zu suchen. Hier geht es eher darum auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn wir eine Sekunde nicht aufpassen, gibt’s mitunter Neuwahlen“, verdeutlicht Hartwig die potentiellen Gefahren, die Unfälle im Straßenverkehr bedeuten können.

Folgerichtig sollte jeder, der als Fahrer anfangen möchte, schon einige Jahre unfallfrei gefahren sein. Holger Hartwig beispielsweise war, bevor er in der Kreisverwaltung angefangen hat, viele Jahre im Vertriebsaußendienst und hat, wie er selbst sagt, schon Millionen von Kilometer hinter dem Steuer verbracht.

In seinem früheren Job hat er darüber hinaus Erfahrungen gesammelt, von denen er heute profitiert. Da sich seine Arbeitszeiten nach den Erfordernissen des Landrats richten, ist er auch schon mal früh morgens oder in den späten Arbeitsstunden sowie am Wochenende unterwegs. „Das muss die Familie auch mitmachen. Meine kannte es schon von früher, deshalb war’s okay.“

Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch, der bei der Entscheidung, noch einmal wo anders anzufangen, eine wichtige Rolle gespielt hat. So ist Holger Hartwig so gut wie jeden Tag, wenn auch mitunter spät, zu Hause. Auch kann er seine Überstunden ausgleichen, weshalb er auch schon mal mittags den Heimweg antritt, oder auch tageweise nicht zur Arbeit geht.

Vertraulichkeit und Loyalität wichtig

Fahrer sind bei vielen Terminen anwesend, auch hören sie häufig bei Telefongesprächen mit. Vertraulichkeit, Loyalität sowie Einfühlungsvermögen sind deshalb nicht nur Tugenden, sondern auch Voraussetzung für die Tätigkeit.

Chauffeur bedeutet mehr als nur Personen zu befördern

Der Beruf des Chauffeurs umfasst nicht nur die Beförderung von Personen. Zum Beruf gehört vielmehr die Pflege des Dienstfahrzeuges, aber auch die des gesamten kreiseigenen Fuhrparks. Auch Kurierfahrten gehören zu den Aufgaben, beispielsweise dann, wenn wichtige Fristen gewahrt werden müssen und die reguläre Post zu langsam wäre.

Ausgleich wichtig

Die langen Autofahrten, das viele mit einer anderen Person auf engem Raum unterwegs zu sein, aber auch das Warten, wenn ein Termin außerhalb stattfindet sind sehr fordernd. Wichtig ist es deshalb, in der Freizeit Ausgleich zu suchen. Den findet Holger Hartwig besonders  mit seinen Kindern und der Familie oder auch mit den Jungs vom Männerballett dem er schon viele Jahre angehört.

veröffentlicht am: 28.09.2018

15. und 16. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An beiden Tagen sind nur Kundengespräche mit einem bereits vereinbarten Termin möglich. Telefon: 06031/83-2535, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail. Am Donnerstag, 17. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

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