Kreisverwaltung Wetterau

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Fair gehandelter Kaffee in der Cafeteria der Kreisverwaltung

Fünf Männer halten Kaffeepäckchen in der Hand

Von rechts: Landrat Jan Weckler, Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, Jörg Burkardt (Eurest-Betriebsleiter in der Friedberger Kreishauscafeteria) und Martin Langlitz, der als Kreisentwickler für das Thema Fairtrade in der Wetterau zuständig ist.

„Es reicht nicht, sich über die Ungerechtigkeit in der Welt zu beklagen. Dort, wo man einen eigenen Beitrag leisten kann, sollte man auch vor Ort aktiv werden. Mit fair gehandeltem Kaffee in unserer Kreishauskantine wollen wir diesen ersten Schritt gehen“, sagte Landrat Jan Weckler bei einem Termin in der Kantine im 4. Obergeschoss des Friedberger Kreishauses.

Der Wetteraukreis soll Fairtrade-Landkreis werden. Der Kreistag hat im vergangenen Jahr die Verwaltung damit beauftragt, sich offiziell um dieses Label zu bewerben. Die internationale Arbeitsteilung macht es immer deutlicher, dass einige wenige profitieren, während viele andere ihr Leben unter schlechten Bedingungen fristen müssen. Dabei geht es vor allem um die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, durch die 40 Prozent der Weltbevölkerung ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Was aber kommt vom Kaufpreis einer Tafel Schokolade beim Erzeuger der Kakaobohnen an und was von einer Tasse Espresso beim Kaffeebauer? Die Antwort lautet: Es sind nur wenige Cent. Das liegt unter anderem daran, dass etwa beim Kakaomarkt mehr als fünf Millionen Kakaobauern nur drei großen Unternehmen gegenüberstehen, die mehr als die Hälfte der Ernte aufkaufen. Fünf internationale Konzerne sorgen dann dafür, dass aus diesen Kakaobohnen Schokolade hergestellt wird, und deshalb landen 96 Prozent des Preises, der an der Ladentheke bezahlt wird, bei den Produzenten, bei den Großhändlern, bei den Spediteuren und den Märkten vor Ort.

„Wir wollen als Fairtrade-Landkreis unseren kleinen Beitrag leisten und den Produzenten auch in diesem Segment einen fairen Anteil für ihre Arbeit ermöglichen“, so Landrat Weckler bei der Ankündigung, nur noch Fairtrade-Kaffee auszuschenken. Für die Kundinnen und Kunden der Kreishauscafeteria ändert sich übrigens nichts, der Preis bleibt stabil.

Vielleicht ein kleiner Schritt - aber auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt, und der soll dazu dienen, das Thema Fairtrade noch stärker in die Öffentlichkeit zu rücken.

Bereits jetzt können alle Geschäfte und Gastronomen aber auch Vereine, Kirchengemeinden und Schulen im Wetteraukreis, die Fairtrade-Produkte anbieten oder anbieten wollen, sich an den zuständigen Mitarbeiter Martin Langlitz wenden, E-Mail. Diese werden dann auch auf der Internetseite, die demnächst online geht, gelistet. Wenn der Status als Fairtrade-Town erlangt ist, kommen diese Geschäfte und Restaurants auch in den Fairtrade-Ratgeber mit einer Übersicht über alle Fairtrade-Geschäfte im Wetteraukreis und bekommen somit eine kostenlose Werbung.

veröffentlicht am: 28.08.2020

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