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Familienklassen sollen Schulerfolg verbessern

Foto: pixabay

„An der Jim-Knopf-Schule in Wölfersheim wurde das Modell der Familienklassen bereits erfolgreich geprobt. Jetzt werden wir bis zu sieben weitere Familienklassen einrichten.“ Das teilt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch mit.

Lehrerinnen und Lehrer berichten davon, dass sie mit stetig steigenden Erziehungsaufgaben konfrontiert werden. Häufig haben Schulschwierigkeiten direkt mit der familiären Situation des Kindes zu tun. Hier setzt das schon in der Jim-Knopf-Schule in Wölfersheim erprobte Modell der Familienklassen ein. Es richtet sich an Grundschülerinnen und Grundschüler die Schwierigkeiten im Schulalltag haben.

Einmal in der Woche soll zumindest ein Elternteil, wenn möglich beide, einen Schultag gemeinsam mit ihrem Kind verbringen und mit professioneller Unterstützung lernen, wie sie durch Verhaltensänderungen Erfolge im Unterricht erreichen können. „Dabei“, so Sozialdezernentin Becker-Bösch, „stärken die gemeinsamen Erlebnisse die Bindung zwischen Eltern und Kind.“

Unterstützung durch Trainer und pädagogische Fachkräfte

Konkret wird eine Familienklasse aus acht Kindern mit jeweils mindestens einer erziehungsberechtigten Person für einen Zeitraum drei bis sechs Monaten klassenübergreifend gebildet. Begleitet wird die Familienklasse aus einem Tandem, nämlich einer Multifamilientrainerin oder -trainer sowie einer Lehrkraft oder sozialpädagogischen Fachkraft des Landes Hessen.

Einmal in der Woche findet ein fünfstündiger Familienunterrichtstag statt, der unterschiedliche Phasen mit spezifischen Zielsetzungen aufweist. Dabei werden sowohl reguläre Unterrichtsinhalte vermittelt als auch erzieherische Zwecke verfolgt.

Weniger Schulversager

„Ziel ist es, dem Kind Wege zur Mitarbeit aufzuzeigen, die es ihm erleichtern, seine individuellen Lernziele auch zu erreichen. Außerdem wollen wir die Eltern in der Übernahme ihrer Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder wertschätzend begleiten und ihnen Möglichkeiten anbieten, wie sie förderlich auf das Verhalten ihres Kindes einwirken können“, sagt Becker-Bösch.

Den Unterricht an den restlichen vier Wochentagen verbringen die Schülerinnen und Schüler in ihren Regelklassen. „Durch die Unterstützung und Rückmeldung der Familien untereinander entsteht ein wertvolles soziales Miteinander und ein positives Lernumfeld für die Schülerinnen und Schüler“, so Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch. „Damit schaffen wir die Voraussetzung, dass weniger Kinder Schulversager werden.“

veröffentlicht am: 21.05.2019

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