Kreisverwaltung Wetterau

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Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch setzt sich für Lebensmittelampel ein

Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch mit Dagmar Meinel, Ernährungswissenschaftlerin im Fachdienst Gesundheit der Kreisverwaltung und für Ernährungsberatung und -projekte zuständig

Die Deutschen leben immer gesünder. Es wird weniger geraucht und weniger Alkohol getrunken als noch vor einigen Jahren. „Das ist eine gute Entwicklung“, findet Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch. Besorgnis erregend hingegen ist die Tatsache, dass Übergewicht und Fettleibigkeit immer mehr zunehmen.

„Das hängt auch mit den Einkaufsgewohnheiten zusammen und dem fehlenden Wissen, was dick macht. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer verständlicheren Kennzeichnung, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern schnell Gewissheit verschafft, ob die Lebensmittel zu viel Zucker, Fett oder Salz enthalten“, so Becker-Bösch. Mit der Lebensmittelampel könnten auch jene Verbraucherinnen und Verbraucher unterstützt werden, die Sprachschwierigkeiten haben oder grundsätzlich Probleme beim Lesen.

Interessant findet Becker-Bösch die Kennzeichnung mit dem sogenannten „Nutri-Score“, der über die Ernährungsqualität aufklärt. Der Nutri-Score wurde bereits in verschiedenen Ländern ausprobiert, wie etwa in Frankreich und Belgien. Der Nutri-Score besteht aus einem fünfstufigen Farbcode, wobei die verschiedenen Inhaltsstoffe, wie Salz, Zucker und Fruchtgehalt, mit Punkten bewertet und zu einem Score verrechnet werden. Zusätzlich werden die Lebensmittel mit Buchstaben von A (sehr gut) bis E (weniger empfehlenswert) bewertet.

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass dieses System für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich besser nachvollziehbar ist als das in Deutschland gebräuchliche System, das zudem oftmals sehr klein gedruckt und schwer lesbar ist. Mit dem Nutri-Score wird schnell deutlich, was eher empfehlenswert ist und was weniger, insbesondere wenn man zwei gleichwertige Produkte nebeneinander hält. So gibt es eine viel verkaufte Müslischnitte, die mit hellgrün und dem Buchstaben B relativ gut bewertet ist. Ein ähnliches Produkt in ähnlicher Aufmachung mit dem Hinweis Milch und einem Plus an Calcium hat allerdings mehr Zucker und Fett als ein Stück Sahnetorte und wird deshalb mit dunkelrot und dem Buchstaben E klassifiziert. Ähnliches kann man bei Joghurts, Fertigpizzen oder Müslis erleben.

Becker-Bösch: Früh auf gesunde Ernährung achten

Der Nutri-Score befreit Konsumentinnen und Konsumenten nicht vom eigenen Nachdenken. Ein Apfelsaft kann möglicherweise wegen des hohen Gehalts an natürlichem Fruchtzucker schlechter klassifiziert werden als ein Glas zuckerfreies Cola. Das ist aber kein Grund, die Lebensmittelampel in Bausch und Bogen abzulehnen.

„Wichtig ist, dass möglichst früh auf die Bedeutung einer gesunden Ernährung geachtet wird. Wir bieten deshalb entsprechende Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. So ist es möglich, dass mittlerweile in fast 40 Schulen in der Wetterau Schülerinnen und Schüler den Ernährungsführerschein erwerben können. Der Ernährungsführerschein ist Teil des Projekts ‚Wetteraukreis is(s)t gut‘, der mit dem Gesundheitspreis des Landes Hessen ausgezeichnet wurde“, so Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

veröffentlicht am: 03.06.2019

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