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Ist die Heimat BÜD? – spannende Ausstellung in Büdingen

Von links: Ronka Nickel, Laura Ute Melzer, Ulrike Obenauer und Landrat Jan Weckler

Kaum ein Begriff ist in der letzten Zeit so strapaziert worden wie der der Heimat. Ein Jahr lang haben sich Ulrike Obenauer, Laura Ute Melzer und Ronka Nickel mit dem Thema beschäftigt und Menschen zu ihren Gefühlen und Vorstellungen von Heimat befragt. Das Ergebnis dieser Arbeit haben die drei Frauen in einem 46-seitigen Magazin vorgelegt. Dazu gibt es eine Ausstellung mit großformatigen Bildern. Landrat Jan Weckler hat am vergangenen Mittwoch (6. November) die Ausstellung eröffnet.

Der ehemalige Sitzungssaal des Büdinger Kreistages war voll besetzt. Rund 60 Büdingerinnen und Büdinger und Kunstinteressierte kamen ins Landratsamt, wo schon lange keine Ausstellungen mehr gezeigt wurden, was Landrat Jan Weckler schade findet, denn „Kunst gehört in den öffentlichen Raum und auch in ein Landratsamt“.

Weckler dankte den Künstlerinnen für die differenzierte und perspektivenreiche Bearbeitung des Themas Heimat. „91 Prozent der Menschen haben in einer Befragung gesagt, dass für sie Heimat wichtig ist. Sie bietet Sicherheit und Schutz und die Tatsache, dass zwei Drittel der Menschen lieber auf dem Land als in der Stadt leben möchten, ist auch ein Zeichen für eine Gegenbewegung zur Globalisierung.“

Ronka Nickel betonte in ihrer Einführung, dass man nicht Meinungsmacher, nicht Wissenschaftler und Experten befragt habe, sondern „alle Sordde Leud“, also den ganz normalen Bürger, die ganz normale Bürgerin, die hier schon immer ihre Heimat hatten oder eine neue gefunden haben.

„Die Ställe waren nie groß genug“

In der Ausstellung sind großformatige Bilder zu sehen, ergänzt durch Zitate, die selbst schon wieder Gegenstand neuer Umfragen, Ausstellungen und Dokumentationen sein könnten, wie etwa die Aussage: „Die Ställe waren nie groß genug, dass es zum Leben gereicht hat.“

Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten von Ulrike Obenauer „Mit links und Augen zu“, Bilder, die die aktive Rechtshänderin mit der linken Hand und geschlossenen Augen gemalt hat. Spannende Bilder sind dabei herausgekommen. Laura Melzer hat ihre eigenen Tonarbeiten fotografiert und  diese mit vormals alltäglichen oberhessischen Redewendungen versehen.

Eine eindrucksvolle Ausstellung, die noch bis Mitte Januar 2020 während der Öffnungszeiten des Büdinger Landratsamtes, montags bis mittwochs 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr, im ersten Obergeschoss, zu sehen ist.

veröffentlicht am: 07.11.2019

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