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Kennzeichnung von Lebensmitteln ist ein erster Schritt

Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch trinkt nur ausnahmsweise gesüßte Erfrischungsgetränke. Sie empfiehlt Leitungswasser und Früchte- oder Kräutertees.

Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch begrüßt die Einführung des sogenannten Nutri-Scores als Kennzeichnungssystem zum Nährwert von Lebensmitteln: „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Eine Abgabe auf Zucker halte ich aufgrund der Zunahme von Fettleibigkeit für dringend geboten.“

Die Wirksamkeit des Nutri-Scores hat sich bereits in vielen Ländern gezeigt. Mit seinem fünfstufigen Farbcode werden verschiedene Inhaltsstoffe wie Salz, Zucker und Fruchtgehalt mit Punkten bewertet und so zu einem Score verrechnet. Zusätzlich werden die Lebensmittel mit Buchstaben von A (sehr gut) bis E (weniger empfehlenswert) bewertet.

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bereits festgestellt, dass dieses System für Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich besser nachvollziehbar ist als das in Deutschland gebräuchliche System, das zudem oftmals sehr klein gedruckt und schwer lesbar ist. „Mit dem Nutri-Score wird sehr schnell deutlich, was eher empfehlenswert ist und was weniger, insbesondere wenn man zwei gleichwertige Produkte nebeneinander hält“, so die Wetterauer Gesundheitsdezernentin.

Übergewicht und Fettleibigkeit nehmen zu

Die Einführung des Nutri-Scores sei allerdings nur ein erster Schritt. Tatsächlich leben die Deutschen zwar immer gesünder. Es wird weniger geraucht und weniger Alkohol getrunken. Allerdings nehmen Übergewicht und Fettleibigkeit immer mehr zu. Das sei, so Becker-Bösch, auf Essgewohnheiten und dem fehlenden Wissen, was dick macht, zurückzuführen. Deshalb sollten für potenziell schädliche Lebensmittel auch Steuern erhoben werden.

In anderen Ländern Europas, wie etwa in Großbritannien, habe die Einführung einer Zuckersteuer deutliche Erfolge gezeigt. Insbesondere die Absatzzahlen an Süßgetränken gehen mit der Einführung der Zuckersteuer deutlich zurück. „Zucker ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung, aber wenn sogenannte Erfrischungsgetränke mehr als 90 Gramm Zucker pro Liter enthalten, ist das nicht mehr akzeptabel“, so Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch.

Wie eine große Verbraucherorganisation festgestellt hat, differiert der Zuckergehalt bei einer Zitronenlimonade eines großen amerikanischen Herstellers zwischen 9,1 Gramm pro 100 Milliliter in Deutschland und 3,3 Gramm pro 100 Milliliter in Großbritannien, wo ab 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter in Getränken eine Abgabe fällig wird.

Der gleiche Hersteller hat für ein Cola-Getränk die Zuckerwerte in Deutschland gesenkt, von 7,9 Gramm pro 100 Milliliter auf 7,6 Gramm. Ein ebenfalls amerikanischer Mitkonkurrent senkte den Wert von 11 Gramm auf 9,2. „Auch das ist noch deutlich zu viel und zeigt, dass ohne gesetzliche Vorgaben eine deutliche Zuckerreduktion bei zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken nicht möglich ist“, so Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

veröffentlicht am: 09.10.2019

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