Kreisverwaltung Wetterau

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Kunst in Kirchen erfolgreich gestartet

Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch begrüßt die Gäste zum Auftakt von Kunst in Kirchen.

Zum fünften Mal wird das Projekt Kunst in Kirchen in der Wetterau aufgelegt. Nach den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde, Luft steht diesmal das Thema „Aufbrechen“ im Zentrum der Arbeiten. Das bedeutet, dass man etwas Neues ausprobieren wolle, wie etwa die Licht- und Klanginstallation von Werner Cee in der Friedberger Stadtkirche.

Jascha Habeck, preisgekrönter HR-Moderator, bezeichnete Kunst in Kirchen als wichtiges Festival in der Region und erinnerte daran, dass das Projekt ein Beitrag zum Reformationsjubiläum in diesem Jahr sei. Kurator Joachim Albert sprach von einem Spagat, der einerseits Respekt vor dem sakralen Raum erfordere und gleichzeitig den Anspruch habe, Kirchen mit moderner Kunst zu füllen. Dabei sei es wichtig, die passende Kunst zur entsprechenden Kirche zu finden. Dass dies gut gelingt, zeigt einen Blick in den Katalog der Ausstellung, in dem die Künstlerinnen und Künstler und die Kirchen ausführlich vorgestellt werden. Das verbindende Element ist das Thema „Aufbrechen“, das bedeute, sich kritisch mit der Umgebung auseinanderzusetzen und dann einen Neuanfang zu wagen.

Besucher werden von Kunst ummantelt

Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch begrüßte in Vertretung von Landrat Joachim Arnold die fast einhundert Besucherinnen und Besucher. In ihrem Grußwort lobte die Wetterauer Sozialdezernentin das Projekt als wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Wetterau. „Kunst in Kirchen bringt Gottesdienstbesucher mit moderner Kunst zusammen und Kunstinteressierte mit der Kirche.“

Dekan Stefan Wanske vom katholischen Dekanat Wetterau West bezeichnet den Kirchenraum an sich schon als Kunstwerk. Kunst in Kirchen sei also Kunst in der Kunst und eröffne einen Dialog über die Frage, die ein Kirchenraum aufwirft, wenn andere künstlerische Formen verwendet werden. Von Kunst in Kirchen gehe ein starker ökumenischer Impuls aus. Diesen Gedanken griff auch Dekan Volkhard Guth für das evangelische Dekanat Wetterau auf. Evangelische und katholische Kirchen entlang des Lutherweges stellten mit der gemeinsamen Aktion den ökumenischen Aspekt des Projektes heraus. „Aufbrechen kann man auch auf der Suche nach Gott.“

Hausherrin Pfarrerin Susanne Domnick freute sich, dass ihre Kirche Teil des Projektes sei. Die Friedberger Stadtkirche sei ein historischer, ein zeitgemäßer und ein zukunftsorientierter Kirchenraum.

Die Kunst, die die Besucherinnen und Besucher in den nächsten Wochen in der Friedberger Stadtkirche vorfinden, hat Werner Cee geschaffen. Seine Installationen hat er Anthropozän, das Zeitalter des Menschen, überschrieben. Im Zentrum der Arbeit steht das Gedicht „Darkness“ zu Deutsch „Finsternis“ von Lord Byron. Ein Fiebertraum über das Ende der Welt, geschrieben unter dem Eindruck des Ausbruchs des Vulkans Tambura in Indonesien im Jahre 1816.

Die Asche verdunkelte die Sonne und bewirkte globale Klimaveränderungen. In Europa ging das Jahr als Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein. Heute gibt es Überlegungen mit künstlicher Verschattung der Sonne, dem Klimawandel zu begegnen. Die Klanginstallation baut durchaus Tonaufnahmen von Vulkanausbrüchen und instrumentalen Klangflächen auf, die zwischen Idylle und Inferno changieren. „Sie ist der Soundtrack zu dieser abgeschatteten Welt“, schreibt Werner Cee. Dazu leuchtet hinter dem Lettner eine orangefarbene Sonne, die von Nebelschwaden umhüllt wird, eine Endzeitatmosphäre, die den Betrachter voll gefangen nimmt.

Kunst in Kirchen in der Wetterau, das sind die Arbeiten

  • von Werner Cee in der Friedberger Stadtkirche,
  • von Katharina Meister in der Evangelischen Markuskirche Butzbach,
  • von Nicole Ahland in der Katholischen Kirche St. Johannes Evangelist in Rosbach-Rodheim,
  • von Ulrike Obenauer in der Evangelisch reformierten Kirchengemeinde in Wölfersheim,
  • von Cornelia Rößler in der Evangelischen Kirche Butzbach-Nieder-Weisel und
  • von Jukka Korkeila in der Katholischen Kirche St. Bonifatius zu Karben.

Parallel dazu gibt es ein Rahmenprogramm, das am kommenden Samstag, dem 26. August, 19 Uhr, mit einem Konzert des Liedermachers und Komponisten Martin Schnur in der Evangelischen Markuskirchengemeinde Butzbach beginnt.

Am Sonntag, dem 3. September, 17 Uhr ist Elektro Sound Poetry zu hören mit Michael Bloeck in der Katholischen Kirche St. Evangelist zu Rodheim.

Am Sonntag, dem 10. September, 17 Uhr erwarten die Besucherinnen und Besucher Klangmalereien mit Miroslava Stareychinska an der Harfe und Pablo Paredes am Piano in der Evangelisch reformierten Kirchengemeinde Wölfersheim.

Am Sonntag, dem 17. September, 18 Uhr, heißt es: „Mensch Martin, der Reformator Martin Luther zwischen Tintenfass und Weinseligkeit“, gespielt von dem Schauspieler und Regisseur Markus Karger in der Evangelischen Kirchengemeinde Butzbach-Nieder-Weisel.

Die Abschlussveranstaltung findet am Samstag, dem 23. September, mit zwei Veranstaltungen in der Katholischen Kirche St. Bonifatius zu Karben statt. Um 15:30 Uhr gibt es einen Workshop mit Bruder Paulus Terwitte zum Thema „Aufbrechen und im Wandel bleiben!“, Franz von Assisi und seine evangelische Inspiration.

Um 19 Uhr gibt es dann „Liquid Soul“, Musik aus Luft und Wasser, ein Konzert mit Gert Anklam und Beate Gatscha.

Dank an Sponsoren

Kunst in Kirchen in der Wetterau wäre nicht möglich ohne die Sponsoren. Das sind: der Wetteraukreis, das Katholische Bistum Mainz, die Katholische Kirche in der Wetterau, das Evangelische Dekanat Büdinger Land, das Evangelische Dekanat Wetterau, die Sparkassenkulturstiftung Hessen/Thüringen, die Stiftung der Sparkasse Oberhessen und der Kultursommer Mittelhessen.

veröffentlicht am: 21.08.2017

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