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Kunst in Kirchen - Radtour von Assenheim nach Echzell

Die Radtour auf der Karte

Am Sonntag, dem 22. September 2019 findet im Rahmen von Kunst in Kirchen in der Wetterau eine Radtour von Assenheim nach Echzell statt. Auf dem Tourplan steht die Besichtigung der jeweiligen Kirchen, in denen Kunstprojekte ausgestellt werden. Start ist um 14 Uhr am Bahnhof in Assenheim, die Rückfahrt von Echzell erfolgt in eigener Regie.

Start: Bahnhof Niddatal/Assenheim (Anfahrt über Bahnhof Friedberg)

Länge: Ca. 23,6 Kilometer, kaum Höhenunterschiede, überwiegend schattenfreie Wege.

Reine Fahrtzeit: Eine Stunde und 20 Minuten.

Rückfahrt: mit der Bahn von Echzell nach Friedberg

Wir starten unsere Radtour zu den Kirchen von Kunst in Kirchen in der Wetterau am Bahnhof von Assenheim, der sowohl über Friedberg als auch über Hanau im 30-Minuten-Takt zu erreichen ist. Der Bahnhof liegt auf einer Anhöhe.

Wir rollen die Bahnhofstraße abwärts, stoßen auf die Hauptstraße, der wir für knapp 500 Meter folgen, um dann nach rechts über Brunnengasse, Schäfergasse und Mühlenstraße zur Evangelischen Kirche zu kommen (1). Hier hat die Behindertenhilfe Wetterau ihr Kunstprojekt in der Kirche installiert.

Nach der Besichtigung radeln wir über die Hintergasse direkt zur Nidda, überqueren den größten Fluss der Wetterau und fahren flussaufwärts in Richtung Florstadt. Die Orientierung fällt uns bis Florstadt-Staden nicht schwer. Der Weg ist als Regionalpark Niddaroute und als Hessischer Fernradweg R4 bestens ausgeschildert.

Bald kommen wir zu einem Kunstobjekt am Radweg. Es gehört zu der Reihe „Kunst am Fluss“, das Niddatal mehrere Jahre durchgeführt hat. Gegenüber beginnt ein gut fünfeinhalb Kilometer langer Planetenweg. Nach viereinhalb Kilometern erreichen wir den Weiler Wickstadt (2). Das Herrenhaus des Hofguts der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim zeigt sich von seiner prächtigen Gartenseite.

Nach sieben Kilometern erreichen wir Florstadt. Nach Überquerung der Bundesstraße fahren wir weiter entlang der Nidda und erreichen bei 11,5 Kilometern den Florstädter Ortsteil Staden. Hier entfernen wir uns von dem Fernradweg R4 und fahren geradeaus, bis wir zur Parkstraße kommen (3). Linker Hand haben wir dann das Restaurant Schloss Ysenburg, wo man eine schöne Pause einlegen kann. Alternativ bietet sich der Park im Stil des Fürsten Pückler aus dem 19. Jahrhundert an.

Nach einer ausgedehnten Pause fahren wir für 200 Meter entlang der Landesstraße in Richtung Leidhecken und biegen dann nach links auf den Radweg in Richtung Reichelsheim. Linker Hand kommen wir dann zu einem der schönsten Naturschutzgebiete der Wetterau, dem Mähried von Staden (4). Das Mähried von Staden ist die letzte größere zusammenhängende feuchte Grünfläche im Naturraum Wetterau an der Nidda. In den Gräben finden sich Wasserlinse, Großer Schwaden, Binsen und Hochstauden, im Wasser selbst Wasserlinse, Iris, Kalmus und Seerose. Mit Glück sieht man den Großen Brachvogel, Bekassine, Rohrweihe, Weißstorch und Graureiher. Ab Juli verwandelt sich die Fläche in ein Meer aus braunen Blütenständen des Großen Wiesenknopfes, darunter mischen sich die weißen, lila und gelben Blüten von Sumpf-Schafgarbe, Wiesen-Flockenblume und Labkraut. Eine Aussichtsplattform linker Hand lädt zum Verweilen und zum Beobachten der Tier- und Pflanzenwelt ein.

Wir fahren weiter durch die offene Feldflur. Auf der linken Seite kommt bald der Flugplatz Reichelsheim in den Blick. Wir folgen der Radwegweisung weiter nach Reichelsheim und Echzell. Wir erreichen Reichelsheim über Nebenstraßen, passieren den Hexenturm, Teil der ehemaligen Befestigung, und kommen bei Kilometer 17 auf die Hauptstraße (5), der wir für gut 300 Meter folgen, um dann links mit dem Radwegweiser abzubiegen, die Gleise zu überqueren und unmittelbar danach nach rechts in Richtung Echzell weiterzuradeln.

Nach knapp 19 Kilometern Radeltour erreichen wir die Aussichtsplattform am Bingenheimer Ried (6). Es ist das bedeutendste Naturschutzgebiet im Auenverbund Wetterau und zählt zu den wichtigsten Rastgebieten für Wasser- und Watvogelarten. Bei den Brutvögeln sind Tüpfelsumpfhuhn, Zwergsumpfhuhn, Rohrweihe, Drosselrohrsänger und das Blaukehlchen hervorzuheben. Spießente und Kleines Sumpfhuhn brüten in Hessen nur an diesem Ort. Kiebitz und Bekassine erreichen im Bingenheimer Ried ihre höchsten Brutdichten.

Ab hier folgen wir bis zur Evangelischen Kirche der Ausschilderung des Limesradweges, der hier in der Gemarkung Echzell erneuert und ergänzt wurde. Mit Wegweisern werden wir sicher bis zur Evangelischen Kirche geleitet, wo wir die Ausstellung von Aljoscha im Rahmen von Kunst in Kirchen in der Wetterau besichtigen.

Anschließend lohnt sich unbedingt noch eine Besichtigung des Museums Echzell, geöffnet sonntags, von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Schwerpunkt der Ausstellung ist die archäologische Abteilung, lebendig dokumentiert durch die prächtige Jupitersäule, die Ende der 90er Jahre in der Gemarkung entdeckt wurde. Die eindrucksvolle Säule wurde von dem römischen Veteranen Lucius Quintionius Servianus „Jupiter, dem Besten und Größten“ gewidmet. Die Evangelische Kirche selbst hat auch eine römische Vergangenheit. Sie ruht zu großen Teilen auf römischen Fundamenten eines Badehauses.

Nach der Besichtigung überqueren wir die Hauptstraße und fahren über die Bahnhofstraße und sind nach 300 Metern am Bahnhof Echzell, der uns im Stundentakt nach Friedberg und von dort aus zum Ausgangspunkt nach Assenheim zurückbringt.

Infos zu den beiden Kirchen

Am Standort der Evangelischen Kirche in Echzell existierte vor fast 2.000 Jahren ein großes Römerkastell. Auf den Grundmauern des römischen Bades wurde die Kirche errichtet. Ihr Bau erfolgte wahrscheinlich in der Zeit des 7. oder 8. Jahrhunderts, auch wenn die erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1238 datiert ist. Im 14. und 15. Jahrhundert war die Kirche so renovierungsbedürftig, dass ein teilweiser Neubau erforderlich wurde.

Durch weite Fensteröffnungen und Reste von Wandmalereien lässt sich die Baugeschichte der Kirche leicht nachvollziehen. Die großen alten Fresken kamen erst nach Entfernung der Holzvertäfelung nach dem Zweiten Weltkrieg zutage. Auf einer Länge von 15 Metern dehnen sich in einer Höhe von zwei Metern die Darstellung des „Jüngsten Gerichts“ und Szenen der Leidensgeschichte Jesu.

Die am Bodensee lebende Künstlerin Anne Carnein hat in einer Vitrine in einem kleinen Raum hinter dem Altar Pflanzen- und Pilzobjekte installiert. An einer gegenüberliegenden Wand ranken, einem Relief gleichend, flächige Pflanzen mit überproportionalen Wurzeln sowie kleinteilig arrangierte blühende und verblühende Blumen. In einer ruhigen und unaufgeregten Weise stellt die Künstlerin so vom menschlichen inspirierte Pflanzen einer idealisierten, paradiesischen Landschaft gegenüber.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Evangelische Kirche in Assenheim anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus zum Teil mit Steinen des abgebrochenen Münzenberger Burgturms errichtet. „Ein besonderes Charakteristikum der Kirche ist die quergelegte Grundform mit einem Risalit artigen Eingangsvorbau in der Mittelachse der östlichen Längsseite und korrespondierendem Turm im Westen“, heißt es in der Denkmaltopographie des Wetteraukreises.

In Assenheim wird die Behindertenhilfe Wetterau ein aus vielen Teilen und von vielen Akteuren geschaffenes Kunstwerk präsentieren, das den Garten Eden darstellen soll.

veröffentlicht am: 12.09.2019

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