Kreisverwaltung Wetterau

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Landrat wirbt für mittelhessischen Dialekt

„Mir schwätze Platt“ heißt es fortan auf einem Schild am Eingang der Kreisverwaltung in Friedberg. Landrat Joachim Arnold zusammen mit Marlit Hoffmann und Friedhelm Cornelius vom Vorstand des Vereins zur Erhaltung der mittelhessischen Mundart und Kultur (VEMuK).

Im Friedberger Kreishaus wird nicht nur Hochdeutsch und Englisch, Französisch und so manch eine andere Fremdsprache gesprochen. „Mir schwätze Platt“, sagte Landrat Joachim Arnold bei einem Termin mit Marlit Hoffmann und Friedhelm Cornelius, vom Verein zur Erhaltung der mittelhessischen Mundart und Kultur (VEMuK).  

Hoffmann und Cornelius hatten Aufkleber und eine Platte dabei, mit denen dokumentiert wird, dass man Platt sprechen kann. So wie es bei vielen Menschen besonders auf dem Land noch üblich sei.
Das „rollende R“, das typische Erkennungszeichen des mittelhessischen Platt, geht in dem Aufkleber in das @-Zeichen über. „Ich interpretiere das so, dass Modernität und Mundart sich nicht widersprechen, sondern durchaus eng zusammengehören“, sagte Landrat Joachim Arnold.

Mit dem Willkommensschild an der Eingangstür der Friedber-ger Kreisverwaltung will Arnold deutlich machen, dass „bei uns in den Amtsstuben noch ganz normal gesprochen wird und kein abgehobenes Behörden- oder Bürokratendeutsch.“ Mit dem Aufkleber knüpft er an seine Initiative an, Mundart wieder populärer zu machen.

Landrat Arnold hatte im Jahre 2012 den Wetterauer Mundartwettbewerb in Leben gerufen. Bei den Wettbewerben haben jeweils zehn Kandidatinnen und Kandidaten ihre selbstgeschriebenen Stücke vor Publikum präsentiert. Die besten drei Stücke wurden mit dem Wetterauer Plattschwätzer ausge-zeichnet. Die Beiträge der ersten fünf Jahre sind in einem Buch „Wetterauer Plattschwätzer“ versammelt. Das Buch ist im Buchhandel zum Preis von 14.80 Euro erhältlich.

„Beim nächsten Mal werden wir die Regeln etwas ändern. Es können auch fremde Texte vorgetragen werden.“ Das hat die Jury für den Wetterauer Mundartwettbewerb entschieden. „Damit wollen wir noch mehr Menschen die Möglichkeit geben, an dem Wettbewerb teilzunehmen, auch wenn sie keine selbstgeschriebenen Texte produzieren können“, sagte Landrat Joachim Arnold.
Der nächste Wetterauer Mundartwettbewerb findet am Samstag, 10. Juni 2017, um 19 Uhr, in Friedberg-Ockstadt statt.

veröffentlicht am: 15.08.2016

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