Kreisverwaltung Wetterau

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Landwirtschaft zum Anfassen beim Markt der Region

Von links: Claudia Zohner, Fachdienst Landwirtschaft, Ulrike Fleischer, Direktvermarkterin vom Hof Koch und Kinderhotel „Im alten Hof“, Nidda/Wallernhausen, Silvia Bickel, Fachdienst Landwirtschaft, Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, Landrat Jan Weckler, Christina Schön, Wetterauer Direktvermarkter, Simone Kneiske-Hofmann, stellvertretende Vorsitzende der Wetterauer Direktvermarkter und Horst Claussen (Besucher) am Gemeinschaftsstand des Fachdienstes Landwirtschaft.

Infos von der Ökomodellregion, Tipps zur Insektenförderung, ein Apfeltest und Angebote an mehr als zwanzig Ständen gab es am vergangenen Wochenende auf dem Markt der Region auf dem Friedberger Europaplatz.

Bei herrlichem Wetter genossen die Besucherinnen und Besucher den Markt der Region 2019 am vergangenen Wochenende. Immer wieder ist das Markttreiben mit den vielen Direktvermarktern auf dem Europaplatz am Friedberger Kreishaus ein Höhepunkt inmitten des Herbstmarktes.

In der Luft ist der Duft von herzhafter Gemüsesuppe bis frischer Wildbratwurst. Landrat Jan Weckler besuchte den Gemeinschaftsstand des Fachdienstes Landwirtschaft zusammen mit dem landwirtschaftlichen Betrieb Wolfgang Koch aus Nidda-Wallernhausen und einer Gruppe der „Solidarischen Landwirtschaft“ aus Friedberg-Dorheim, dem Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege sowie dem Naturschutzfonds Wetterau auf dem Markt.

„Mit dem Markt der Region wollen wir auch auf neue Vermarktungsideen, sogenannte Diversifizierungsprojekte im Rahmen des Erzeuger-Verbraucher-Dialoges und der Ökomodellregion Wetterau aufmerksam machen“, erklärt Landrat Jan Weckler.

Bauernhof als Klassenzimmer

So hatte dieses Jahr der landwirtschaftliche Betrieb Wolfgang Koch die Möglichkeit, sein Kinderhotel und seine Angebote im Rahmen des Projektes „Bauernhof als Klassenzimmer“ vorzustellen. Das Kinderhotel „Im alten Hof“ befindet sich in einer ehemaligen umgebauten Scheune und eignet sich sowohl für Kindergarten- und Schulgruppen bis 32 Personen, als auch für Familien- und Erwachsenengruppen. Von Vollverpflegung bis Selbstversorgung ist alles möglich. Angeschlossen ist ein großer idyllischer Spielgarten mit angrenzendem Bachlauf. Zusätzlich gibt es auf dem bestehenden Milchviehbetrieb, der nach den Demeter-Richtlinien biodynamisch bewirtschaftet wird, viele verschiedene Angebote im Rahmen des Projektes „Bauernhof als Klassenzimmer“. So können die Kinder melken, misten und füttern, Käse selbst herstellen, Kartoffeln ernten und diese danach im Kartoffelfeuer bruzzeln und noch viel mehr. Am Stand konnte man die hausgemachte Gemüsepizza mit Holunderblütensaft testen, die auch bei der Schulverpflegung angeboten wird.

Solidarische Landwirtschaft

Auch die „Solidarische Landwirtschaft“, ein noch junges Kooperationsmodell, welches sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Der Kern des solidarischen Prinzips ist, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Gruppe von Verbrauchern ernährt, und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Bei der SOLAWI Friedberg baut der Bio-Landwirt Holger Pabst aus Dorheim für 75 Wetterauer Familien Gemüse nach Bio-Richtlinien an. Die Gemüse-Abholstationen befinden sich in Dorheim und Friedberg. Um weiteren Menschen das Prinzip der SOLAWI zu erklären, stellte sich eine Gruppe der SOLAWI Friedberg den Fragen, auch zur Gründung einer derartigen Organisation.

Gut besucht waren die Mitmachangebote des Fachdienstes Landwirtschaft, das Wettmelken und Getreide bestimmen. Beim Wettmelken konnten die kleinen und großen Besucher an einem Kuhmodell mit Melkschemel ihre Melkfertigkeiten testen. Die drei Besten konnten ein Pflanzenbestimmungsbuch „Was blüht denn da?“, eine Gießkanne und ein Bodenquartett gewinnen. Für alle „Melker“ gab es zudem ein Tütchen Blumenmischung, natürlich aus der Region. „Denn“, so Landrat Jan Weckler, „wir möchten, dass es in der Wetterau noch mehr blüht und summt. Dazu kann jeder in seinem Bereich etwas beitragen.“ Als Getreidearten wurden auch die Urformen des Weizen, der Dinkel, Emmer und Einkorn bestimmt. Diese durften auch probiert werden, um Kocheigenschaften herauszufinden.

Tipps zur Insektenförderung gab es dazu noch am Stand des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftspflege, Infos zu Streuobstwiesen mit einem kleinen Apfeltest beim Stand des Naturschutzfonds Wetterau. Das Musikprogramm sowie der Gottesdienst am Sonntag, als Ruheelement, rundeten den Markt der Region gelungen ab.

Der Wetteraukreis unterstützt jährlich die Direktvermarkter auf dem Markt der Region. Organisiert wurde die Veranstaltung von Norbert Schön, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Wetterauer Direktvermarkter, und seinem Team.

Mehr Informationen im Öffnet externen Link in neuem FensterInternetauftritt der Wetterauer Direktvermarkter.

veröffentlicht am: 16.09.2019

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