Kreisverwaltung Wetterau

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Mehr Mitsprache und Beteiligung für Kindertagespflegepersonen

Von links: Andrea Rosenberger, Fachstellenleitung Familienförderung, Katrin Ziegler, Kostensachbearbeitung Kindertagespflege, Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch, Melanie Ebert, Kostensachbearbeitung Kindertagespflege, Britta Schiemann, Kostensachbearbeitung Kindertagespflege und Silke Wöll, Koordination Kindertagespflege

Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat dieser Tage zum zweiten Forum Kindertagespflege in das Friedberger Kreishaus eingeladen. Gekommen waren rund 70 Tagesmütter und ein Tagesvater, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

„Tagesväter und Tagesmütter in der Wetterau haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die ihnen Respekt und Anerkennung gebührt. Wichtig ist mir vor allem, Frauen und Männer in Zukunft stärker zu beteiligen, etwa bei pädagogischen Themen, bei Themen zum Beschwerdemanagement oder auch zur Satzung, die gerade eben beschlossen wurde und in spätestens zwei Jahren evaluiert werden soll“, erläutert die Wetterauer Sozialdezernentin.

Die Frage der Satzung war ein heißes Thema bei der Veranstaltung, zumal sie nicht mit der von den Tagespflegepersonen gewünschten intensiven Beteiligung beschlossen wurde, was reichlich Kritik hervorrief. Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch versprach künftig noch stärker auf die Expertise der Tagesmütter und –väter zurückzugreifen und sie in die Weiterentwicklung der Satzung stärker einzubinden, wobei bereits diese Satzung viele Punkte der Tagesmütter- und Väter beinhaltete, die in den vergangenen Monaten immer wieder angesprochen wurden, wie z.B. die tarifliche Anpassung. Im Rahmen des Forums wurden drei verschiedene Beteiligungsmodelle aus den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und der Stadt Gießen vorgestellt. Ob ein Beteiligungsmodell Vorbild für ein Wetterauer Modell sein kann, wird in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet.

Tagespflege in der Wetterau

Im Wetteraukreis werden derzeit rund 450 Kinder von Tagesmüttern und –vätern betreut. Rund 3,7 Millionen Euro zahlt der Wetteraukreis für diese Leistung. In der Regel beginnt das Betreuungsverhältnis nach der Elternzeit und endet mit dem Übergang in die Kindertagesstätte. Kindertagesmütter und –väter sind oft Frauen und Männer mit langjähriger Berufs- und großer Lebenserfahrung. Sie wurden für ihre Rolle als Tages-pflegeperson zusätzlich über neun Monate qualifiziert. Die Vergütung beträgt durchschnittlich fünf Euro pro Stunde und Kind inklusive der Sachkosten, zum Beispiel für das Mittagessen. „Ich bin froh, dass wir dieses System der Tagesmütter und-väter haben und bin allen dankbar, dass sie diese Aufgabe übernehmen“, so abschließend die Wetterauer Sozialdezernentin.

veröffentlicht am: 11.02.2019

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