Kreisverwaltung Wetterau

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Milch für Wetterauer Schulen, Kitas und Kindergärten

Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler (zweiter von rechts) mit Landwirt Manfred Kneipp (rechts) sowie den beiden Söhnen Merlin und Steffen Kneipp.

Seit diesem Schuljahr gibt es ein neues EU-Schulprogramm für Schulmilch in Hessen. Erster Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler hat den einzigen Wetterauer Betrieb besucht, der offiziell als Schulmilchlieferant zugelassen ist.

Die sogenannte Schulmilchbeihilfe der Europäischen Union fördert den Verkauf vergünstigter Milch und Milchprodukte an Kinder und Jugendliche in vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen. „Milch ist ein Baustein für eine gesunde Ernährung der Kinder. Ein Milchangebot in Kitas, Kindergärten und Schulen ist daher in jedem Fall eine gute Sache“, findet Jan Weckler.

Das System ist dabei relativ einfach: Hessische Betriebe, die Milch produzieren, können beim Regierungspräsidium Gießen als Schulmilchlieferant zugelassen werden, interessierte Schulen bekommen dann einen Lieferanten in der Region vermittelt. Voraussetzungen in Bezug auf Pasteurisierung der Milch und Zulassung beim zuständigen Veterinäramt sind von den Betrieben zu erfüllen. „Mit dem Schulmilchprogramm wird gleichzeitig noch eine regionale Verbindung zwischen Landwirten und Bildungseinrichtung gefördert“, freut sich der Landwirtschafts- und Schuldezernent. Sowohl die Lieferanten, als auch die Bildungseinrichtungen verpflichten sich dabei in einer Verpflichtungserklärung, hessenweit beschränkte Höchstverkaufspreise einzuhalten. Wichtig findet Weckler außerdem, dass in dem Programm auch der Zuckerzusatz reglementiert ist.

Aktuell ist der einzige Wetterauer Betrieb, der beim Regierungspräsidium Gießen als Schulmilchlieferant zugelassen ist, die M. & M. Kneipp GbR im Gederner Stadtteil Ober-Seemen. Manfred Kneipp bewirtschaftet den Hof gemeinsam mit seinen beiden Söhnen in einer Familiengesellschaft. Vermarktet wird die Milch zu einem Drittel als „Die Hessische“ mit eigenem Konterfrei in Ein-Liter-Tetra-Paks über eine Molkerei in Schlüchtern. „Die Hessische“ wird in regionalen Supermärkten, an einen Großhandel und als „Schulmilch“ an über 40 Kitas und Kindergärten im Wetteraukreis geliefert. Zwei Drittel der durch rund 350 Kühe erwirtschafteten Milch wird über eine Genossenschaftsmolkerei, bei der die GbR Mitglied ist, vermarktet.

Dass die Lieferung an Bildungseinrichtungen durch die Europäische Union subventioniert wird und die Kinder einen günstigen Zugang zur Milch bekommen, findet Manfred Kneipp sehr gut. Um aber auch an größere Schulen liefern zu können, müsste er die Milch in kleinere Tetra-Paks abfüllen, erklärt er. Dies sei zunächst ein höherer Kostenfaktor, außerdem müsste möglicherweise Milch mit Geschmack nach Erdbeere oder Schokolade hergestellt werden. „Kurzfristig ist es das Ziel, die Direktvermarktung unserer Milch auszubauen und kleinere Grundschulen mit der Milch zu beliefern, die auch die Ein-Liter-Kartons abnehmen“, erläutert Manfred Kneipp.

Nach der Führung durch den Betrieb, der bereits in der dritten Generation besteht, konstatierte Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler: „Die Familie Kneipp führt einen Hof mit innovativen Ideen der Vermarktung des Produktes Milch. Die Milch wird hier regional produziert, vermarktet und verkauft. Im Bereich der Lieferanten von Schulmilch sehe ich im Wetteraukreis durchaus Potential. Kinder an Schulen, Kindergärten und Kitas profitieren von guter, regional hergestellter Milch zu einem günstigen Preis“.

veröffentlicht am: 03.11.2017

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