Kreisverwaltung Wetterau

claim

Nächste Stufe beim Breitbandausbau im Wetteraukreis steht an

Kreisbeigeordneter Matthias Walther: Die nächste Stufe beim Breitbandausbau im Wetteraukreis steht an

Mit einer Versorgungsquote von 94 Prozent mit mindestens 50 Mbit/s ist der Wetteraukreis unter den TopTen - Landkreisen in Deutschland. „Das ist aber kein Grund, sich zurückzulehnen“, warnt Landrat Jan Weckler. „Mittelfristig brauchen wir ein flächendeckendes Glasfasernetz, damit der Wetteraukreis für die Zukunft gerüstet ist.“ Hierzu stellt der Kreis jetzt die Weichen und setzt dabei auf die Unterstützung der Städte und Gemeinden.

In Kürze werden 37 Wetterauer Schulen direkt mit Glasfaser ans Netz gehen, die von einem Förderbescheid zugunsten der Breitbandinfrastrukturgesellschaft Oberhessen (Bigo) profitieren. Für die verbleibenden Schulstandorte wird derzeit ein Förderantrag vorbereitet, der auch Gewerbegebiete und bisher nicht versorgte Liegenschaften umfassen kann, sofern die Städte und Gemeinden dies wünschen. Als nicht ausreichend versorgt gilt im Sinne der Förderrichtlinien ein Gebäude, in dem eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s erreicht wird. Dies betrifft vor allem Gebäude im Außenbereich, also Bauernhöfe oder touristische Ziele. Für Schulen und Gewerbebetriebe gelten höhere Werte.

Weiße Flecken sind identifiziert

Der Wetteraukreis hat im Rahmen der vorgeschriebenen Markterkundung alle „weißen Flecken“ identifiziert und die Informationen dazu den interessierten Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt. Diese können nun entscheiden, ob sie mit dem Kreis zusammenarbeiten. Voraussetzung dafür ist die Übernahme eines Eigenanteils in Höhe von mindestens zehn Prozent der Kosten, der Rest kann über Fördermittel von Bund und Land finanziert werden.

Wie Kreisbeigeordneter Matthias Walther mitteilte, wurden erste Abstimmungsgespräche mit Kommunen bereits geführt. „Ich hoffe, dass alle Kommunen, bei denen sich der marktgetriebene Eigenausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht rentiert, diese Chance nutzen. Es ist nicht zu erwarten, dass hier zukünftig günstigere Förderbedingungen für diese Zwecke erreicht werden.“ Entsprechende Rückmeldungen der Kommunen werden bis Ende Mai erwartet.

Parallel dazu wird der flächendeckende Glasfaserausbau in jedes Gebäude (FttB) auf den Weg gebracht. Auch hier sind die Städte und Gemeinden originär zuständig. „Der Kreis steht aber zu seiner Verantwortung hier zu koordinieren“, betont Kreisbeigeordneter Walther. „Unser Vorschlag ist, möglichst in allen Kommunen Masterpläne für die bestehenden und geplanten Leitungsnetze erstellen zu lassen, um die Glasfasernetze optimal verlegen zu können. Auch hierzu können Fördermittel beantragt werden.“

Schon in Kürze wird der Wetteraukreis in Zusammenarbeit mit dem Breitbandbüro des Landes Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Bauamtsfachleute in einem Workshop zum neuen Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze, kurz DigiNetzG, informieren. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Auch wurde eine interkommunale Arbeitsgruppe unter Moderation des Kreises eingesetzt, die sich mit aktuellen Themen beim Breitbandausbau beschäftigen soll.

veröffentlicht am: 25.04.2019

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachdienst Kommunikation Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Michael Elsaß Telefon 06031 83-1400 Fax 06031 83-911400 E-Mail Michael Elsaß