Kreisverwaltung Wetterau

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Potenziale für Konradsdorf – Studie soll Möglichkeiten ermitteln

Von links: LEADER-Beiratsvorsitzender v Carsten Krätschmer (Glauberg), Viktoria Zohner (Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt), Kreisbeigeordneter Matthias Walther und Ortenbergs Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring

Mit finanzieller Unterstützung aus dem EU-LEADER-Programm soll eine Potenzial- und Machbarkeitsanalyse für den Standort Ortenberg-Konradsdorf erstellt werden. Einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von 11.500 Euro hat Kreisbeigeordneter Matthias Walther dieser Tage übergeben.

Der Standort Konradsdorf wird von drei Hauptakteuren dominiert: Dem Schulzentrum, das in den 70er Jahren hier errichtet wurde und mittlerweile einer der größten Schulstandorte in der Wetterau geworden ist, dem Hofgut, das zu den größten Biobauernhöfen der Wetterau zählt, und der Klosteranlage, einem ehemaligen Chorfrauenstift der Prämonstratenserinnen aus dem 12. Jahrhundert.

Die Klosteranlage, bestehend aus der Klosterkirche und dem „Nonnenhaus“, befindet sich auf dem Gelände des Hofguts, das wiederum hauptsächlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammt. Sowohl die Klosteranlage als auch das Hofgut stehen unter Denkmalschutz. Die Klosterkirche wurde in den vergangenen Jahren häufig für Theateraufführungen des Ortenberger Schauspielers Hans Schwab genutzt. Sowohl der Vulkanradweg wie auch die Bonifatius-Route verlaufen direkt an Konradsdorf vorbei.

„Der Standort ist von hoher Bedeutung für die Regionalentwicklung. Deshalb ist es wichtig, dass alle Nutzungen in der Studie berücksichtigt werden", formuliert Kreisbeigeordneter Matthias Walther die Ziele der Machbarkeitsstudie.

In einem ersten Schritt soll der Ist-Zustand festgehalten und fundierte Grundlagen ermittelt werden. Danach werden verschiedene Varianten der Entwicklungsmöglichkeiten für potentielle Nutzungskonzepte erstellt und untersucht. In einem weiteren Schritt sollen dann Instrumente und Verfahren für die Entwicklung der Schlüsselgebäude aufgezeigt und bewertet werden. Neben der Erarbeitung individueller Nutzungen der Gebäude des Hofguts sind auch die regional-wirtschaftlichen Effekte zu berücksichtigen. Wie Kreisbeigeordneter Matthias Walther mitteilt, sollen die Ergebnisse der Studie im kommenden Frühjahr vorgestellt werden.

LEADER-Mittel für die Wetterau

LEADER steht für die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ und ist ein Entwicklungsprogramm der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlich geprägter Regionen. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen.

Für die Förderperiode 2014 bis 2020 sind 17 Wetterauer Kommunen als LEADER-Region „Wetterau / Oberhessen“ anerkannt worden (Altenstadt, Büdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg und Wölfersheim).

Es stehen in diesem Förderzeitraum 2014 bis 2020 für die Region rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung, die im Wesentlichen von der Europäischen Union bereitgestellt werden. Ergänzt werden diese Gelder durch geringe Anteile von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Hessen. Basis für die Anerkennung war das 2014 in einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess erarbeitete regionale Entwicklungskonzept (REK), das nun umgesetzt werden soll. Über Projekte, die mit Hilfe dieses Förderprogramms in der Region umgesetzt werden sollen, entscheidet ein 22-köpfiges, ehrenamtliches Gremium aus Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Politik.

veröffentlicht am: 11.02.2019

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