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Rückblick auf den Umwelttag in Bad Vilbel

Drei junge Frauen, die Müll einsammeln, der auf der Straße liegt. Im Hintergrund eine Wand mit Graffiti.

Zum Auftakt gab es eine Müllsammelaktion: Drei Teilnehmerinnen des Umwelttages in Bad Vilbel mit ihrer Ausbeute.

Wenn junge Menschen ihre Freizeit nutzen um zu Themen der Nachhaltigkeit aktiv zu werden, ist dies lobens- und unterstützenswert“, sagt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch. Vor einiger Zeit hatte das Jugendbildungswerk des Wetteraukreises Jugendliche zur Aktion „Umwelttag“ ins Efzet Bad Vilbel eingeladen.

16 junge Menschen im Alter von zehn bis 16 Jahren nahmen teil. Die Gründe, sich für den Umwelttag anzumelden waren unterschiedlich: Etwas für die Umwelt tun, die Stadt vom Müll befreien, Tiere und Pflanzen schützen, dies waren einige Antworten.

Dass Umweltschutz auch mit der Hilfe für notleidende Menschen und dem eigenen Konsumverhalten zusammenhängt war ebenfalls Thema. Nur wenn weniger Müll produziert wird, Produkte regional und unter fairen Bedingungen hergestellt werden, kann von wirklicher Nachhaltigkeit gesprochen werden.

Zum Auftakt gab es eine Müllsammelaktion. In Kleingruppen zogen die Jugendlichen los. Neben zwei Matratzen, einem Teppich, Stuhl, Bügelbrett, Kinderwagen und mehreren Autoreifen wurde eine erhebliche Menge Plastik-, Papier- und Glasabfall zusammengetragen. Ganz schön viel für eineinhalb Stunden!

Anschließend wurde mit frisch vom Markt gekauftem regionalem Gemüse gemeinsam eine kräftige Suppe gekocht. Auf dem Markt wurde bereits eifrig diskutiert, welche Produkte mit gutem Gewissen zu kaufen sind, zum Beispiel weil sie aus der Region stammen und auch noch saisonal angeboten werden. Mit vereinten Kräften wurde gewaschen, geschnippelt, gewürzt und gekocht. Nebenbei wurden auch noch interessante Gespräche geführt: „Wo fällt wie viel Verpackungsmüll an? Wer nennt mehr als zehn Paar Jeans sein eigen? Was hat Konsum mit Umweltverschmutzung zu tun?“ Wer diese Fragen ernst nimmt wird seinen Alltag überdenken müssen.

Zum großen Finale präsentierten die Jugendlichen sich gegenseitig ihre gesammelten Müllhaufen. Liebevoll drapiert erinnerten die Fundstücke mehr an Kunstwerke, denn an Abfall. Giacomo Jung und Gabi Reuter vom Jugendbildungswerk strahlten: „Wir waren skeptisch, ob sich junge Menschen an einem Samstagmorgen zu einem Umwelttag motivieren lassen und sind begeistert über das Engagement und die Kreativität der Jugendlichen. Da wird Zukunft aktiv gestaltet“.

veröffentlicht am: 19.12.2019

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