Kreisverwaltung Wetterau

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Rückblick auf die Aktionstage für den Ökolandbau

Sie freuten sich über den gelungen Auftakt der BioWoche 2019 im Wetteraukreis. Von links: Anke Hilschert von den Fuchshöfen aus Altenschlirf, Weinlieferant Didi Cezanne, Bio-Hopper Geschäftsführer Uli Heß, Angelika Marx vom Bio-Hopper Café Pusteblume, Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther, Modellregion Ökolandbau Wetterau-Koordinatorin Claudia Zohner und Kristian Merz vom Bioland-Betrieb Merz aus Ortenberg-Bergheim.

Die Arbeitsgemeinschaft Öffnet externen Link in neuem FensterModellregion Ökolandbau Wetterau richtete Ende August die vierte Veranstaltungsreihe „BioWoche in der Wetterau“ aus. Im gesamten Wetteraukreis gab es ein buntes BIO-Programm: Ackerfeste, Verkostungen, Workshops, Vorträge, Betriebsführungen und vieles mehr wurden geboten. Durch das große Engagement der Öko-Landwirte, -Verarbeiter und -Händler sowie engagierter Vereine war die Vielfalt der 18 Veranstaltungen auch in diesem Jahr beeindruckend und bot Genuss, Erlebnis und Information für große und kleine Verbraucher.

„Die BioWoche im Wetteraukreis ist unsere Kampagne für den ökologischen Landbau in der Region“, hob Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther in seiner Begrüßung während der Auftaktveranstaltung „Wir SWINGEN in die BioWoche 2019 mit Wein und Käse“ hervor. Rund 90 Teilnehmer/-innen fanden sich unter freiem Himmel zu der musikalisch begleiteten Bio-Verkostung mit Rahmenprogramm beim Lieferdienst Bio-Hopper in Ossenheim ein.

Verbraucher bestimmen an der Ladentheke

Bio ist Trend: so entscheiden sich immer mehr Konsumenten für Produkte aus ökologischem Landbau und legen Wert auf Herkunft und Qualität der Erzeugnisse. „Das beträchtliche Interesse an regionalen Bio-Lebensmitteln ist eine große Chance für Bio-Produkte aus der Region“, betonte Matthias Walther. Immer mehr Landwirte finden im ökologischen Landbau eine Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Landwirtschaft, wie Umweltschutz und Tierwohl.

Auch die Umstellerzahlen im Wetteraukreis sprechen für sich: In den vergangen drei Jahren haben weitere 22 landwirtschaftliche Betriebe auf die ökologische Bewirtschaftung ihrer Flächen und Tierbestände umgestellt. Derzeit arbeiten 62 Betriebe im Kreis nach den EU-Öko-Richtlinien und sind zum Großteil einem Anbauverband beigetreten.

Öko-Landwirt Christof Förster vom Hofgut Marienborn bei Büdingen-Eckartshausen, brachte es bei seiner Betriebsführung „Pork to Fork – Vom Bio-Schwein bis zur Bratwurst“ auf den Punkt: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben es täglich in der Hand. Wenn sie regionale und ökologisch erzeugte Produkte an der Ladentheke nachfragen, wächst das Angebot und die regionale Wertschöpfung wird gestärkt.“

BioWoche verbindet und fördert Wertschätzung

Die Veranstaltungsreihe BioWoche in der Wetterau schafft eine Verbindung zwischen Öko-Landwirten, -Verarbeitern, Händlern und Verbrauchern. Konsumenten können selbst und mit allen Sinnen erfahren, wer und welcher Aufwand hinter einem regionalen Lebensmittel steht; auf diese Weise entwickelt sich eine neue Wertschätzung bei den Verbrauchern. Hierzu gaben zahlreiche Veranstaltungen die Möglichkeit.

Unter dem Motto „Stallluft und Küchenduft“ konnten Kinder auf dem Naturland-Hof Weber in Kaichen erleben, was ein Bio-Landwirt alles auf seinem Hof zu tun hat und wie lecker selbst geerntete Feldfrüchte schmecken. Für Erwachsene wurde an diesem Tag eine offene Weinprobe in der Bioweinhandlung Förster in Friedberg-Ockstadt geboten. Die solidarische Landwirtschaft Bunter Acker e.V. veranstaltete ein großes Sommerfest auf dem Acker in Nidda-Wallernhausen. Ein buntes Buffet mit vielen Köstlichkeiten lud zum Verweilen ein und bei den Ackerführungen erfuhren die Teilnehmer alles über den Anbau der Zutaten des Buffets und das Projekt.

Als weitere Veranstaltung folgte eine Führung über das LLH-Ökoversuchsfeld in Ober-Erlenbach. Hier wurden die Ziele des Anbauversuchs erläutert. „Saatgutvermehrung – Die Grundlage der Erzeugung“ war das Thema der Betriebsführung bei der Bingenheimer Saatgut AG. Im Gästehaus-Biobauernhof „Im alten Hof“ in Wallernhausen wurde darüber hinaus eine ganze Kinderschar zu „Käse-Experten“ ausgebildet. Auf dem Demeter-Betrieb erlebten Kinder wie aus frischer Milch Käse hergestellt wird. Leckeres aus heimischem Anbau und eigener Herstellung wurde zum Probieren und Genießen im Bio-Laden Regenbogen in Friedberg angeboten. Während der Betriebsführung im Unternehmen MykoVital Heilpilze GmbH in Limesheim erfuhren Besucher am gleichen Tag, wie Bio-Pilze im Wetteraukreis gezüchtet werden. Die Veranstaltung wurde mit einer leckeren Pilzpfanne abgerundet. Der Erlebnis- und Genusstag im BioMarkt Bad Nauheim bot allerlei Gaumenfreuden: von frisch zubereiteten Speisen über eine Müslistraße bis hin zu vielen weiteren Aktionen. Auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel wurde die Führung „Öko-Forschungszüchtung auf dem Betrieb“ sowie der Workshop „Bienenführung“ angeboten. Tags darauf fand ein Bio-Frühstück auf der Domäne Konradsdorf in Ortenberg mit anschließender Hofführung durch den Bio-Milchviehbetrieb statt.

18 Bio-Veranstaltungen mit rund 600 Besuchern

Die Besucherzahlen und die Qualität der verschieden Veranstaltungen sprachen für sich. Einen großen Dank sprachen Landwirtschafsdezernent Matthias Walther und die Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau, Claudia Zohner, den Kooperationspartnern der BioWoche für ihr Engagement und ihren Ideenreichtum aus. „Ohne die hervorragende Arbeit der Betriebe und der Initiativen im Wetteraukreis ist die Durchführung eines solch umfangreichen Programms nicht zu stemmen“, so Matthias Walther. Die Veranstaltungsreihe BioWoche in der Wetterau 2019 endete mit dem attraktionsreichen und gut besuchten Ackerfest der solidarischen Landwirtschaft Wetterau-Dorheim.

veröffentlicht am: 13.09.2019

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